ZIELE SIND GUT – MASSNAHMEN SIND WICHTIGER

Am 1. Dezember gaben die Vertreter der ÖVP und FPÖ die Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien bekannt. Ziele, wie der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung auf 100% sind sehr zu begrüßen. Auch ein Ziel für den Wärmemarkt – 80% Wärme aus heimischer Energie bis 2030 – wie in dem Buch „Energie und Lebensmittel – Grundlagen zur Freieheit“2 vorgeschlagen, wäre notwendig.

Doch Ziele allein sind zu wenig – ein Blick in die Geschichte:

Die Geschichte der Klimapolitik in Österreich ist eine Serie von nicht erreichten Zielen und nicht eingehaltenen Verträgen:

  • 1997: In Kyoto verpflichtete sich Österreich seine Emissionen auf 68 MIo. Tonnen zu senken. Sie liegen heute um 17% höher als in Kyoto vereinbart!
  • 2009: Die Regierung beschließt eine Energiestrategie mit dem Ziel bis 2020 den Energieverbrauch zu senken. Doch 2016 liegt der Verbrauch schon 3% höher als 20081 .
  • 2015: Gemäß Paris Abkommen muss Österreich seine Emissionen jährlich um 3 MIo. Tonnen senken. Seit dem Abkommen sind sie jedoch jährlich gestiegen.
  • 2017: Regierungsverhandlungen: Österreich will das Paris Abkommen einhalten. Wird dies diesmal gelingen?

Die Erfahrung lehrt: Ziele ohne Maßnahmen sind wirkungslos!

Ziele beruhigen die Öffentlichkeit aber ändern nichts an der Realität. Die Regierung kann die Klimaziele nur erreichen, wenn umgehend Leitmaßnahmen umgesetzt werden. Solche unverzichtbare Maßnahmen sind:

  • Der Umbau im Steuersystem: höhere Besteuerung von Kohle, Öl und Gas, weniger Abgaben auf die Arbeit nach dem Grundsatz „Progressive Besteuerung aller Energieformen, die in einem neuen Energiesystem nicht mehr enthalten sein sollen“2.(Seite 62)
  • Ein neues Ökostromgesetz mit klaren, zeitlich fixierten Ausbauzielen, Einspeistarifen und anderen Instrumenten, um die Ziele zu erreichen, Monitoring.
  • Verbot der Installation neuer Ölkesseln, keine Förderung der Gasheizungen, Maßnahmenpaket E-Mobilität

Ohne diese konkreten Maßnahmen ist die Erreichung der Ziele nicht möglich!

Dringlichkeit: Ohne diese konkreten Maßnahmen, wird es nicht gelingen, Milliarden Euro, die jetzt für Energieimporte ins Ausland gehen, in Ausgaben für Energien aus Österreich umzulenken. Jetzt, am Beginn einer Legislaturperiode ist der günstigste Zeitpunkte, solche Lenkungsmaßnahmen einzuführen. Wenn diese Chance jetzt nicht genützt wird, ist sie dahin und es würde dann auch diesmal so wie in der Vergangenheit, bei Ankündigungen bleiben!

Verantwortung: Der rasche Umbau des Energiesystems ist auch entscheidend für die Senkung der Emissionen. Wenn nicht vor 2020 die deutliche Reduktion der Emissionen beginnt, ist gemäß UN Klima-Rat das 2°C nicht erreichbar. Die neue Regierung hat daher eine besondere Verantwortung. Sie ist die letzte, die eine Erwärmung auf weit über 2°C noch verhindern kann.

Referenzen:

  1. Energiestrategie Österreich, BMWFW. Wien. 2010; Energie in Österreich BMWFW. Wien. 2017
  2. Energie und Lebensmittel – Grundlagen zur Freiheit. Hrgb. N. Hofer. Wien. FPÖ Bildungswerk.2015

Globales Kohlenstoffbudget und Österreichs Emissionen

Klimaschutz ist vor allem ein globales, naturwissenschaftliches und ein ethisches Problem.

Manchmal wird versucht, das Problem auf eine rechtliche Dimension, ausgedrückt in Vereinbarungen zwischen Wien und Brüssel, zu reduzieren. Das führt zu Missverständnissen!

Die Welt kann das 2°C Ziel nur erreichen, wenn in diesem Jahrhundert die Menge an Kohlenstoff, die ausgestoßen wird, begrenzt bleibt. Die Wissenschaft hat diese Obergrenze errechnet und als das globale Kohlenstoffbudget definiert.

Aus diesem Ansatz ergibt sich das Kohlenstoffbudget für Österreich. Es beträgt 1200 Millionen Tonnen C02 Emissionen im Zeitraum von 2014 -2100. Bei den aktuellen Emissionen reicht dieses Budget nicht bis 2100 sondern nur noch 17 Jahre bis 2032.

Es besteht daher größte Dringlichkeit umgehend wirksame Maßnahmen zur Reduktion der C02 Emissionen zu setzen!

Wird dies verabsäumt, so trägt Österreich überdurchschnittlich stark zum Klimawandel und damit zu einem Chaos bei, das auf die kommenden Generationen zukommt. Das entspräche einem ethischen Versagen der heutigen Entscheidungsträger.

Die Graphik zeigt für 2012 die C02 Emissionen pro Kopf und Jahr; die Emissionen sollten bei 1,6 Tonnen/Kopf liegen (roter Pfeil). Sie liegen in Afrika (Kenya) weit darunter, weltweit bei 4,5 Tonnen und in Österreich sogar bei 8,3 Tonnen. (Quelle: EU Kommission pocket book energy stat.)

Screen Shot 2015-11-12 at 12.24.22 PM

Das IPCC ( Intergovernmental Panel on Climate Change) hat das global C02 Budget bis 2100 mit einem Betrag von 1000 Gt C02 (Milliarden Tonnen C02) ermittelt. Diese Menge sollte nicht überschritten werden, um das 2°C mit vertretbarer Wahrscheinlichkeit zu erreichen.

Diese Vorgabe ergibt bei der aktuellen Weltbevölkerung einen Betrag von 1,6 Tonnen C02/Kopf. Daraus abgeleitet für Österreich ergibt sich bis 2100 ein Emissionsbudget von 1 200 Millionen Tonnen C02 (1,2Gt). Da die Jahres Emissionen an C02 in Österreich 2012 bei 69 Millionen Tonnen waren, würde Österreich sein Budget bei Beibehalten dieser Emissionen schon in 17 Jahren aufgebraucht haben.

Land 2012
CO2 t/cap
Österreich 8,3
EU 28 7,9
Welt 4,5
Vorgabe 2° Ziel 1,6
Kenya 0,3

Diese Zusammenhänge erklären auch, warum eine Reihe von Ländern eine ehrgeizige nationale Klimaschutzpolitik beschlossen haben, die weit über die Kompromisse von Brüssel oder die erwarteten Ergebnisse von Paris hinausgehen.

ES zeichnet jetzt schon ab, dass in Paris keine rechtlich verbindlichen Beschlüsse zu erwarten sind, sondern eine massive Aufforderung an alle Staaten, sich selbst international zu verpflichten, einen aliquoten Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten.

Daher schlägt das Netzwerk „Arbeitsplätze durch Klimaschutz“ vor, dass Österreich sich freiwillig festlegt, bis 2030 seine Emissionen um 50% gegenüber 1990 zu senken und dann weiter bis 2050 gegen Null!

KLIMASCHUTZABGABE JETZT!

Höherer Nettolohn durch eine Klimaschutzabgabe
Mit einer ökologischen Reform des Steuersystems zu neuer Beschäftigung

Die wichtigste Leitmaßnahme zum Umbau des Energiesystems zu mehr Effizienz und erneuerbaren Energien ist die höhere Besteuerung der fossilen Energieträger und die Rückführung der Steuereinnahmen an die Bevölkerung und an die Wirtschaft.

Die Grundidee ist folgende: Wer sich nach dem Steuerumbau gleich verhält wie vorher zahlt in Summe gleich viel Steuer, wer mehr fossile Energie verbraucht als vorher zahlt mehr Steuer als derzeit, wer durch Einsparungen oder Umstieg auf erneuerbare Energien weniger fossile Energien verbraucht, zahlt weniger Steuern. Die Klimaschutzabgabe hat den Vorteil, dass mit einer Maßnahme alle Wirtschaftssubjekte – Haushalte, Betriebe, Unternehmen – einen ökonomischen Anreiz bekommen den Verbrauch fossiler Energien zu reduzieren und damit einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten.

Das Konzept Klimaschutzabgabe hat zwei Säulen und basiert auf einem Grundsatz. Die zwei Säulen sind:

  • Die Rückführung der Steuereinnahmen an Wirtschaft, Landwirtschaft und Haushalte
  • Die Aufbringung der Mittel durch die zusätzliche Besteuerung der CO2 Emissionen aus fossilen Energien.

Der Grundsatz lautet: Der Umbau des Steuersystems im Sinne des Klimaschutzes ist budgetneutral. Als Volumen für diesen Steuerumbau wird ein Betrag von sechs Milliarden Euro vorgeschlagen.

  1. Einleitung

Der Klimawandel wird zur größten Bedrohung unserer Zukunft:

Zunehmender Klimawandel bedeutet: Hitzewellen, Dürren, Ernteausfälle, Hungerkatastrophen, neue Schädlingserreger und Krankheiten, Zerstörung der Wälder durch Borkenkäferinvasionen und extreme Stürme, Starkniederschläge, Vermurungen, Überschwemmungen, Zerstörung von Hab und Gut, Verlust der Schigebiete und Teile des Wintertourismus, Verlust der Küstenregionen durch den Anstieg des Meeresspiegels, Flüchtlingswellen usw.

Dazu ein Zitat des Chefs der Österr. Bundesforste, R.FREIDHAGER (Kurier 18.8.2015): „Wenn die Temperaturen um 5 bis 6°C steigen, dann wird es WALD hier in Österreich so nicht mehr geben.“

Wenn wir es verabsäumen, rechtzeitig und entschieden gegenzusteuern, wird dieser Prozess unumkehrbar, sich durch eine Reihe von Rückkoppelungen selbst beschleunigen und möglicherweise Temperaturerhöhungen von mehr als 5° oder 6°C bringen. Letztlich kommt es darauf an, auf fossile Energien überhaupt zu verzichten und den fossilen Kohlenstoff in der Erdkruste zu belassen.

  1. Das Konzept

Der Ölpreis ist in den letzten 15 Monaten um 60% eingebrochen – von 120 auf 50 Dollar/Fass. Das bedeutet, dass dadurch die Kosten der Emission je Tonne C02 um 140 Euro gesunken sind. Ohne Gegenmaßnahmen wirkt der tiefe Ölpreis wie ein Signal für die wieder zunehmende Verwendung fossiler Energien und damit für höhere C02 Emissionen. Damit wird die Fahrt ins Klimachaos beschleunigt. Österreich mit CO2 Emissionen, die jetzt schon viermal so hoch sind als mit dem 2°C Ziel vereinbar, würde damit eine Politik Richtung Klimachaos verstärken.

Screen Shot 2015-11-12 at 12.21.19 PMTab.: Ölpreise Okt 2013 bis Okt 2015, Dollar Je Fass, Qu.: Raiffeisengraphik

Der Vorschlag: Der Staat soll drei Viertel dieser Preissenkung durch eine Klimaschutzabgabe abschöpfen und die Einnahmen – etwa sechs Milliarden Euro – zur Gänze an die Wirtschaft (Senkung der Lohnnebenkosten, Technologiebonus), die Landwirtschaft (Flächenprämie als Ausgleich für höhere Dieselpreise) und die Haushalte (Senkung der Sozialbeiträge, Öko-Bonus) rückerstatten. So wird fossile Energie teurer und Arbeit günstiger.

Die Bundesregierung wird aufgefordert, dass WIFO zu beauftragen, umgehend die Details einer solchen Reform auszuarbeiten, damit sie 2017 in Kraft gesetzt werden kann.

  1. Die Auswirkung:

Klimaschutzabgabe Leitmaßname für das Beschäftigungsprogramm „Energiewende“.

Mit der Einführung der Klimaschutzabgabe als Teil der neuen Energiestrategie „60% erneuerbare Energie bis 2030“ würde die Bundesregierung den Startschuss für das größte Beschäftigungsprogramms seit vielen Jahren setzen: „ARBEITSPLÄTZE DURCH KLIMASCHUTZ“, denn nur durch eine flächendeckende Investitionswelle in erneuerbare Energien und Energieeffizienz können die Ziele der neuen Energiestrategie erreicht werden. Die Klimaschutzabgabe ist die Leitmaßnahme für diesen Umbau des Energiesystems.

Dazu kommt, dass die in Österreich in den letzten Jahrzehnten erfolgreich aufgebaute Wirtschaftssparte erneuerbare Energie (Gewerbe- und Industriebetriebe) durch die tiefen Ölpreise immer mehr ins Trudeln kommt. 1000e Arbeitsplätze in dieser Industrie sind akut gefährdet werden und werden verloren gehen, wenn die Regierung sich nicht zu dieser Klimaschutzabgabe entschließt.

Eine neue Energie- und Klimastrategie für Österreich

Die Botschaft:
Österreich braucht eine neue Energiestrategie für die kommenden Jahrzehnte, die in Übereinstimmung steht mit den Anforderungen des Klimaschutzes, dem Streben nach Versorgungssicherheit und dem Bemühen um wirtschaftliche Impulse.

Die Ziele dieser neuen Strategie bis 2030 sollen sein:

  • Mehr als 60% Anteil erneuerbare Energien am Energiemix
  • Reduktion der CO2 Emissionen um mehr als 50% gegenüber 1990
  • 100% erneuerbarer Strom bis 2030

Dies erfordert eine Reduktion des Energieverbrauchs um knapp 200 PJ durch Verbesserung der Effizienz und Energiesparen einerseits und andererseits einen Ausbau der erneuerbaren Energien um mindestens 260 PJ bis 2030. Auf diese Weise kann der Verbrauch der fossilen Energien halbiert und die C02 Emissionen entsprechend reduziert werden.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die notwendigen Veränderungen im Sinne dieser Zielvorgaben:

2013 2030
Bruttoinlandsverbrauch 1300 1130
Erneuerbare    420 680
Fossile    830 420
Andere      50    30

Tabelle 1: Bruttoinlandsverbrauch Energie, Ö, PJ*
Zahlen gerundet, entnommen Unterlagen ÖBMV, ÖSTAT, Verband erneuerbare Energien, eigene Berechnungen. Die Zahlen sollen als Orientierung über das Ausmaß des notwendigen Umbaues dienen.

Reduktion des Verbrauchs
Die Reduktion des Bruttoinlandsverbrauches um 13% erfordert Maßnahmen der Effizienzverbesserung und des Sparens in allen Bereichen: Nutzung der Abwärme aus Industrie und thermischer Stromerzeugung, Vermeidung von Wärmeverlusten in der thermischen Stromerzeugung, Verringerung der Verluste in der Energieübertragung, der Wärmeverluste in den Gebäuden, effiziente Geräte, Beleuchtung, Fahrzeuge – kurzum in allen Bereichen der Energieverwendung geht es um Effizienzverbesserung. Die Möglichkeiten dazu sind noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Das ist die eine Seite der neuen Energiestrategie.

Ausbau der erneuerbaren Energien
Die andere Seite betrifft die erneuerbaren Energien. Sie müssen wesentlich rascher als bisher ausgebaut werden, um diese Ziele zu erreichen. Dies betrifft insbesondere den Ausbau bei Wind und Photovoltaik! Windstrom soll mehr als 20% des Bedarfs decken. Dank des Ausbaues der Photovoltaik soll jedes Wohnhaus den Großteil des benötigten Stroms selbst erzeugen, in Verbindung mit intelligenten Speicherlösungen soll eine Entlastung der Netze erreicht werden.

Ebenso ist auch im Wärmebereich bis 2030 Öl und Gas weitgehend durch erneuerbare Wärme und Abwärme aus Industriebetrieben zu substituieren. Dies erfordert in den Ballungsgebieten den Ausbau der Fernwärme und außerhalb der Ballungsgebiete den Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch intelligente neue Heizsysteme, die auf Biomasse, Speichertechniken, Solarthermie und erneuerbaren Strom basieren. Ein Leitbild für die Energieversorgung im Jahr 2030 zeigt Tabelle 2:

2013 2030
Fossile Energien 830 420
Bioenergie 242 340
Wasserkraft 150 180
Strom aus Wind und PV 13 120
Solarthermie, Geothermie 15 40
Andere 50 30
SUMME 1300 1130

Tabelle 2: Bruttoinlandsverbrauch Energie, 2030
fossile und erneuerbare detailliert, Ö, PJ

Der mengenmäßig größte Zuwachs soll bei der Biomasse sowie bei Wind und Photovoltaik erfolgen. Die Biomasse soll vor allem im Wärmesektor, in der Stromerzeugung vor allem in kleineren KWK-Anlagen und als Biotreibstoff im Verkehrssektor vermehrt eingesetzt werden. Die Einführung von E10 und von flex-fuel Fahrzeugen, die mit E85 fahren, ist zu forcieren, ebenso Biodiesel für den Schwerverkehr und die Landwirtschaft. Im Verkehrssektor wird die E-Mobilität zunehmen; sie kann aber die Erwartungen betreffend Klimaschutz nur erfüllen, wenn der Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen stammt.

Um diesen raschen Umbau der Energiesystems zu erreichen sind Leitmaßnahmen notwendig, die im Aufruf des Netzwerkes „Arbeitsplätze durch Klimaschutz“ beschrieben sind. Dazu kommen eine Fülle von Detailmaßnahmen.

Ausblick: 100% erneuerbare Energien noch vor 2050!
Diese Strategie 2030 ist nicht das Ende der Energiewende. In den folgenden Jahrzehnten muss das Energiesystem zu 100% auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Dies wird dazu beitragen, dass Energie sicher, umweltfreundlich und billig bereitgestellt werden wird.

Der rasche Umbau des Energiesystems in der vorgeschlagenen Form ist das wirksamste und vernünftigste Beschäftigungsprogramm, das in Österreich realisiert werden kann. Zu einzelnen Leitmaßnahmen wird das Netzwerk eigene Vorschläge machen.

Österreich hat zu hohe CO 2 Emissionen!

Internationale Organisationen wie die UNO, der Internationale Klima-Rat (IPCC), die Weltbank warnen vor wirtschaftlichen und ökologischen Katastrophen, wenn es nicht rasch gelingt, die CO2

Emissionen deutlich zu reduzieren.

Nach Vorschlägen der EU Kommission sollen die Emissionen bis 2030 um zumindest 40% gesenkt werden, ausgehend von dem Klimaschutzszenario des IPCC sogar um 50%.

In Österreich sind sie dagegen seit 1995 im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern leicht gestiegen. Eine Strategie, die C02 Emissionen um 40% zu senken, wie in Brüssel beschlossen, ist nicht erkennbar.

Im Gegenteil, die niederen Öl- und Gaspreise begünstigen den neuerlichen Anstieg der Emissionen; und nach Angaben des Umweltbundesamtes werden in Österreich die Emissionen ohne neue Maßnahmen bis 2030 auf dem jetzigen Niveau bleiben; Österreich würde damit die internationalen Bemühungen zum Klimaschutz desavouieren.

Eine neue Energie- und Klimastrategie ist daher unabdingbar.

Ausgehend von Unterlagen der EU Kommission (EU energy in figures, statistical pocketbook 2014, Seite 169) wurde in einigen Ländern die Entwicklung der C02 Emissionen pro Kopf für den Zeitraum von 1995 bis 2012 untersucht.

Die Untersuchung bezog sich auf drei Nachbarländer Österreichs nämlich Deutschland, Italien, Ungarn, sowie auf zwei andere große EU Länder, Frankreich und England, sowie auf zwei Länder in Skandinavien, Dänemark und Schweden.

Dabei zeigte sich, dass in der Europäischen Union insgesamt und in allen untersuchten Ländern die C02 Emissionen pro Kopf in der untersuchten Periode zurückgingen – in Dänemark sogar um 40%, in Schweden um 20%, in den Nachbarländern Italien um 17% und in Deutschland um 10% – nur in Österreich sind sie leicht angestiegen! Die unten veröffentlichte Graphik verdeutlicht das Ergebnis.

Die C02 Emissionen pro Kopf sind eine entscheidende Messzahl zur Bewertung des Beitrages eines Landes zum globalen Klimaschutz. Österreich hat diese Emissionen in den vergangenen Jahrzehnten nicht gesenkt und trägt daher überdurchschnittlich stark zur Erderwärmung bei.

asdf

Auch die unten angeführte Tabelle zeigt, dass in allen untersuchten Ländern mit Ausnahme von Deutschland die C02 Emissionen je Kopf deutlich geringer sind als in Österreich!

Tab.: C02 Emissionen, Tonnen/Kopf und Jahr

Land 1995 2012 Veränderung
C02 t/cap C02 t/cap %
EU 9,03 7,87 -12,8
Deutschland 11,66 10,44 -10,5
Österreich 8,21 8,29 1,0
UK 9,98 8,18 -18,0
Dänemark 12,97 7,77 -40,1
Italien 7,99 6,59 -17,5
Frankreich 6,95 5,92 -14,8
Schweden 7,24 5,63 -22,2
Ungarn 5,98 4,69 -21,6

Die Höhe der C02 Emissionen liegt in Österreich mit 8,29 Tonnen/Kopf deutlich höher als im EU Durchschnitt – 7,87 Tonnen und deutlich höher als Ländern wie Italien, Frankreich, Schweden oder Ungarn. Lediglich Deutschland hat höhere Emissionen je Kopf als Österreich!

Um das 2°C Ziel mit vertretbarer Wahrscheinlichkeit zu erreichen, sollten die C02 Emissionen bis 2030 auf unter 4 Tonnen/Kopf sinken!

Österreich hat zu hohe CO2 Emissionen! Mit einer Kohlenstoffabgabe gegensteuern!

Die Botschaft:

Internationale Organisationen wie die UNO, der Internationale Klima-Rat (IPCC),die Weltbank warnen vor wirtschaftlichen und ökologischen Katastrophen, wenn es nicht rasch gelingt, die CO2 Emissionen deutlich zu reduzieren.

Nach Vorschlägen der EU Kommission sollen die Emissionen bis 2030 um zumindest 40% gesenkt werden, ausgehend von dem Klimaschutzszenario des IPCC sogar um 50%.

Österreich hat aktuell deutlich höhere Emissionen als der EU-Durchschnitt, sogar höhere C02 Emissionen pro Kopf als China; 2013 sind die Emissionen sogar wieder leicht gestiegen.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes werden in Österreich die Emissionen ohne neue Maßnahmen bis 2030 auf dem jetzigen Niveau bleiben; Österreich würde damit die internationalen Bemühungen zum Klimaschutz desavouieren.

Eine wirksame Maßnahme zur Senkung der C02 Emissionen ist eine Kohlenstoffabgabe im Rahmen einer umfassenden Steuerreform.

Am 9.9. 2014 ging eine alarmierende Meldung um die Welt:

Die CO2 Konzentration der Atmosphäre erreicht Rekordwert, die Meere versauern, die Zeit für wirksamen Klimaschutz läuft davon, China und USA – die großen Klimasünder!
Am 10.9. wurde in Österreich teilweise beruhigt: „Seit 2005 ist die Wirtschaft um elf Prozent gewachsen, der Ausstoß von CO2 sank währenddessen um 14%.“(Presse 10.9. S.15)

Wie sind diese Meldungen einzuordnen, welche Schlussfolgerungen sind zu ziehen?

Aus globaler Sicht:
Die Treibhausgase umfassen Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Stickoxide(N20) und andere Spurengase. Sie halten einen Teil der eingestrahlten Sonnenenergie zurück, wirken wie ein Glashaus und bedingen daher einer Erwärmung der Erde (Treibhauseffekt). Etwa 76% der Treibhauswirkung entfallen auf das CO2. Daher wird manchmal nur von Kohlendioxid gesprochen; die Wirkung aller Treibhausgase (THG) wird in Äquivalent von CO2 ausgedrückt = CO2 eq.

Im Bericht der dritten Arbeitsgruppe des IPCC (Intergovermental Panel on Climate Change), veröffentlicht im Frühjahr 2014, werden detaillierte Angaben gemacht: Demnach waren 2010 die globalen THG Emissionen 49 Gt CO2eq, davon 38 Gt CO2, zum Großteil aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Von 2010 bis 2012 stiegen die Emissionen um weitere 4%.
(Anmerkung: Gt = Giga Tonne = eine Milliarde Tonnen)

Im Bericht der ersten Arbeitsgruppe des IPCC über die physikalischen Grundlagen des Klimawandels, vom September 2013, wurde ein Klimaschutzszenario präsentiert, das einer Beschränkung der Erderwärmung auf unter 2°C mit einer Wahrscheinlichkeit von 66% entspricht.
Demnach dürften nur 11,3 Gt CO2 pro Jahr emittiert werden statt 38 Gt in 2010. Legt man diese Zahlen auf die Emissionen pro Kopf um, so heißt das: Im Sinne des 2°C Zieles dürften nur 1,6 Tonnen C02/Kopf und Jahr ausgestoßen werden, statt 5,3 Tonnen derzeit.
Wenn die Emissionen noch einige Jahre so hoch bleiben oder weiter steigen, dann müssten sie in den kommenden Jahrzehnten drastisch reduziert werden um 90%, 100% oder sogar mehr als 100% durch Eingraben riesiger Mengen CO2 in die Erdkruste, um die Klimaziele noch zu erreichen.

Es ist daher unbestritten: Die CO2 Emissionen weltweit sind viel zu hoch! Wenn sie so hoch bleiben, wird es unmöglich die Temperaturerhöhung auf 2°C zu beschränken, die alarmierenden Meldungen sind daher berechtigt. Um die Dramatik dieser Entwicklungen besser zu erkennen, ist ein Blick in die Erdgeschichte hilfreich.

Kohlenstoff in der Erdgeschichte
Das Schlüsselelement für die Klimaentwicklung ist der Kohlenstoff, der in der Atmosphäre und in den Ozeanen als Kohlendioxid (CO2) und in der Biosphäre in Kohlenwasserstoff-verbindungen (Zucker, Stärke, Zellulose etc.) gespeichert wird. Kohlenstoff zirkuliert in der Natur in einem Kreislauf zwischen diesen natürlichen Kohlenstoffspeichern. Im Mittelpunkt dieses Kreislaufes steht die Photosynthese, ein Prozess durch den CO2 aus der Luft mit Hilfe der Energie der Sonne aufgenommen und in Biomasse eingebaut wird. Die grünen Pflanzen und die Algen sind zu dieser Photosynthese befähigt.

In den erdgeschichtlichen Perioden des Karbon und Perm, also vor 250 bis 350 Jahren, war der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre etwa 100 Mal so hoch wie heute. Damals war es wesentlich wärmer; es gab einen deutlich weniger Sauerstoff in der Luft, keine hochentwickelten Lebewesen aber ein besonders üppiges Pflanzenwachstum. Große Mengen dieser Biomasse wurden durch erdgeschichtliche Abläufe in die Erdkruste eingelagert und zum Ausgangspunkt für die großen Kohle-, Öl- und Gasvorräte. Auch der Humusaufbau in Wäldern und Savannen führte zum Rückgang des C02 in der Luft. Durch diese Prozesse verringerte sich der Gehalt an C02 in der Atmosphäre über Millionen Jahre immer weiter bis er sich vor etwa 3 Millionen Jahre auf ein dynamisches Gleichgewicht einpendelte und von da an zwischen 180 bis 280 ppm schwankte. (ppm = pars per million)

Seit Beginn der Industrialisierung, etwa seit 1800 begann der C02 Gehalt wieder zu steigen. Zuerst langsam, doch der Abbau der fossilen Energieträger beschleunigte sich immer mehr und erreichte in den letzten Jahren Rekordwerte – dementsprechend stieg die C02 Konzentration der Atmosphäre immer schneller und erreichte zuletzt 400ppm. Nunmehr zeigt die Wissenschaft klar auf: Wenn diese Trends so weitergehen, wird ein erdgeschichtlicher Prozess rückgängig gemacht mit dem Effekt, dass in einigen Jahrzehnten immer größere Teile der Erde für Menschen unbewohnbar werden. Der Ausweg: Die fossilen Energieträger müssen in der Erde bleiben und die Menschheit muss sich auf erneuerbare Energieträger umstellen: Je schneller, desto besser! Doch ein Blick auf die Welt, wie sie ist, zeigt: das ist leichter gesagt als getan!

Die Rolle der internationalen Gremien

Die UNO, der Internationale Klima-Rat (IPCC), die Weltbank sind sich der historisch einmaligen Gefährdung unserer Zivilisation bewusst und bemühen sich der Staatengemeinschaft den Ernst der Lage zu erklären. Auch der UNO Klimagipfel vom 23.9. 2014 dient diesem Zweck. Doch Beschlüsse zu einer verbindlichen Reduktion der THG Emissionen können auf internationaler Ebene nur einstimmig fallen. Länder mit großen Vorräten an fossilen Energieträgern hätten wirtschaftliche Nachteile, wenn es zu Reduktionsbeschlüssen kommt, die dem Ernst der Lage gerecht werden. Daher blockieren sie solche Beschlüsse. Das gilt auch für die Europäische Union. Polen mit den großen Kohlevorräten trat in letzter Zeit zunehmend als Bremser gegen eine naturwissenschaftlich als notwendig erkannte Klimaschutzpolitik auf.

In diesem Sinne bestimmen auf internationaler Ebene die Langsamsten das Tempo der Klimaschutzpolitik. Dieses Schneckentempo wird jedoch nicht reichen, um der Enkelgeneration ein Klimadesaster zu ersparen. Nur wenn immer mehr Nationalstaaten, die ja die Kompetenz für eine wirksame Klimaschutzpolitik haben, den Ernst der Lage erkennen und ihre Emissionen auf jenes Maß senken, dass naturwissenschaftlich notwendig ist, besteht die Chance, das Klimaziel zu erreichen.

Wo steht Österreich?
Ein Blick in das internet gibt einen ersten Überblick:(www.factfish.com/de/statistik/co2+emissionen+pro+kopf)

Nach dieser Quelle waren 2010 die CO2 Emissionen in Österreich 7,97 Tonnen/Kopf und Jahr, in China 6,19 Tonnen und in den USA 17,56 Tonnen. Die Übersicht 1 (Tab 1) zeigt das graphisch:

tabelle1

Die Mär vom Klimasünder China ist nicht ganz richtig. Österreich hat bis jetzt höhere C02 Emissionen pro Kopf als China, höher als der EU Durchschnitt und liegt weit über dem Sollwert von 1,6 Tonnen, der sich aus der IPCC Klimaschutzszenario ableitet. In Österreich sind die C02 Emissionen pro Kopf um 40% höher als in Schweden und um 60%höher als in der Schweiz!! Wenn Österreich seinen solidarischen Beitrag zur Erreichung des 2°C Zieles erreichen will, müssen die CO2 Emissionen pro Kopf bis 2030/2035 um mindestens 50% also unter 4 Tonnen pro Kopf reduziert werden!

Wenden wir jetzt einen Blick auf die Gesamtheit der THG Emissionen (C02 eq.).

Die folgende Tabelle liefert ein ähnliches Bild. Es ist richtig, wie die Presse schreibt, dass die THG Emissionen von 2005 bis 2012 um 13,6% zurückgingen, sie liegen allerdings 2013 immer noch um drei Prozent höher als 1990, dem Bezugsjahr und sind 2013sogar wieder leicht gestiegen.

Tab. 2: Entwicklung der THG Emissionen in Österreich, Millionen Tonnen C02 Äquivalent (Quelle: Umweltbundesamt)

Mio. t Co2 eq

1990 78,1
2005 92,6
2010 85,0
2011 83,0
2012 80,2
2013* vorläufig 80,5
Kyoto Zielwert für 2012 68,0

Die entscheidende Frage lautet:

Wie werden sie sich die THG Emissionen bei Fortsetzen der aktuellen Politik weiterentwickeln?
Diese Frage hat das österreichische Umweltbundesamt in einer interessanten Studie untersucht:  „GHG projections and assessment of policies and measures for Austria, Vienna, March 2013”.

Die Übersicht 2 zeigt in der blauen Linie die Entwicklung von 1990 bis 2013. Die obere Linie in hellbraun zeigt laut UBA den Trend bis 2030 ohne neue Klimaschutzmaßnahmen. Die graue, mittlere Linie zeigt die Reduktionserfordernisse auf Grund der Brüsseler Vorschläge zur Reduktion um 40% gegenüber 1990. Die gelbe Linie entspricht dem IPCC Vorgaben.

Übersicht 2: Entwicklung und Projektion der Treibhausgasemissionen in Österreich

Screen Shot 2014-09-15 at 15.37.28Quelle: Studie Umweltbundesamt GHG projections 2013, Berechnungen ENERGYPEACE

Ohne neue Maßnahmen werden sich demnach die THG Emissionen bis 2030 auf einem Niveau leicht über 80 Mio. t einpendeln. Im Sinne der Klimaschutzziele sollten sie dagegen gemäß EU Vorschlag auf 47 Mio.t und ausgehend von dem IPCC Klimaschutzszenario auf 39,0 Mio. t sinken.

Warum sind die Aussichten für die Reduktion der Treibhausgase in Österreich so ungünstig?
Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:

  • Es wird ignoriert, dass die Klimaschutzziele bis 2030/35 nur erreicht werden können, wenn der Einsatz der fossilen Energieträger faktisch halbiert wird. Das erfordert einen tiefgreifenden Umbau des Energiesystem, vom dem derzeit nicht die Rede ist!
  • Österreich verzichtet auf die Atomenergie und müsste daher die erneuerbaren Energien viel rascher ausbauen als Länder mit Atomenergie – doch das erfolgt nicht!
  • Im Gegenteil, der Ausbau der erneuerbaren Energien wurde durch eine Reihe von Maßnahmen verlangsamt: Verzicht auf 10% Beimischung von Biotreibstoffen, Kürzung der Mittel für die Umstellungen im Wärmesektor, für die Wärmedämmung, ungenügende Einspeistarife für Strom aus Biogas/Biomasse, Förderung von Ölheizungen während in anderen Ländern der Einbau von Ölbrennern aus Klimaschutzgründen verboten wird.
  • Geringe Besteuerung der fossilen Energien im Vergleich zum Ausland, sogar Steuerbefreiungen für Erdgas im Falle der Verstromung.

Dazu kommt: Angesichts der neuen IPCC Erkenntnisse sind die Ziele, die sich aus der 20:20:20 Politik der EU ableiten, die ja schon 2008 konzipiert wurde, ungenügend, um das 2°C Ziel zu erreichen. Doch Österreich konzentriert sich auf diese Ziele für 2020 und nimmt nicht zur Kenntnis, dass die neuen naturwissenschaftlichen Fakten wesentlich weitreichende Reduktionsziele und Maßnahmen erfordern!

Damit kommen wir zurück auf die eingangs gestellte Frage. Österreich zählt nicht zu den Pionieren im Klimaschutz sondern eher zu den Nachzüglern. Österreich hat zu hohe C02 Emissionen und verhindert damit die Erreichung des 2°C Zieles. Nur mit wirksamen neuen Maßnahmen ist eine Trendänderung möglich.

Die zentrale Maßnahme für eine wirksame Klimaschutzpolitik ist die Einführung einer C02Abgabe im Rahmen der kommenden Steuerreform, deren Einnahmen zu Finanzierung der Entlastungen bei Lohn- und Einkommensteuer, zur Senkung der Lohnnebenkosten und für soziale Ausgleichsmaßnahmen dienen sollte.


Anhang
Zahlen zu den Übersichten 1 und 2.

Tabelle 1: C02 Emissionen pro Kopf im Jahre 2010 Qu.: factfish

Land

CO2 Tonnen/Kopf

Welt Durchschnitt 5,3 ( nach IPCC Angaben)
Soll Wert nach IPCC Klimaschutz 1,60
USA 17,56
Österreich 7,97
China 6,19
Schweden 5,60
Schweiz 4,95
Brasilien 2,15
Indien 1,67

 

 

Tab.3: Österreich: Prognose der Treibhausgasemissionen bis 2030 bei Fortführung der bestehenden dh ohne neue Maßnahmen, Mio Tonnen CO2 equ.

THG Emissionen 1990 2010 2012 2020 2030
Rückblick 78,1 85,0 80,2
Projektion ohne neue Maßn. 81,6 84,0
EU Vorschlag Ziel minus 40%   1) 66,3 46,9
Zielwert abgeleitet aus IPCC Bericht -50% bis 2030/2035 1) 61,5 39,0

Quelle: Umweltbundesamt, „GHG projections and assessment of policies and measures for Austria. Vienna March 2013.und 1) eigene Berechnungen