Aktuelle Informationen zum Klimawandel

ENERYPEACE: Aktuelle Informationen zum Klimawandel:
1 globale Situation
2 Wo steht Österreich?
3 Zitat aus der Weltbankstudie zum Klimawandel

Das Jahr 2012: Dramatischer Klimawandel rückt näher
Auch im Jahr 2012 hat die Natur die Menschheit durch außergewöhnliche Wetterereignisse gleichsam gewarnt den bevorstehenden Klimawandel ernst zu nehmen:

USA, Sommer 2012: Dürreperiode in Hauptanbaugebieten mit großen Ernteausfällen und Preissteigerungen in der Folge.
Asien, Sommer 2012: riesige Überschwemmungen
USA, November 2012: Tropensturm über New York mit tagelangen Stromausfällen, riesigen Sachschäden usw.

Auch die Warnungen von angesehenen Ökonomen und Klimawissenschaftlern nehmen zu:
Prof. J.G. Sachs, Columbia UniversityDer Sommer der Wahrheiten- Die Dürre in den USA und die Unwetter auf der anderen Seite des Erdballs sind zum Großteil menschengemacht. Politiker müssten dringend handeln – doch die Macht von Öl- und Kohleunternehmen lässt sie zögern. Eine tödliche Zaghaftigkeit. von Jeffrey D. Sachs, New York . Financial Tine Deutschland 13, August 2012
Österreich, Herbst 2012.. Klimawissenschaftler: Die aktuelle Wirtschafts- und Energiepolitik führt zur Erhöhung der Treibhausgase weltweit. Die Naturgesetze bedingen bei diesen hohen Emissionen einen Temperaturanstieg von 4 Grad und mehr, das bedeutet für unsere Enkel eine Klimakatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Die Naturgesetze können wir nicht ändern. Wir haben nur die Wahl die Wirtschaftsgesetze rasch so zu ändern, dass weniger emittiert wird oder wir nehmen immer größere Naturkatastrophen in Kauf. Weltbank, November 2012: Aus Sorge um die Gefährdung des wirtschaftlichen Wohlergehens der Menschheit veröffentlicht die Weltbank im November 2012 den Bericht
Turn the heat down: Why a 4° temperature rise has to be avoided! In diesem Bericht werden ausführlich die wirtschaftlichen Bedrohungen durch den Klimawandel beschrieben und eine Änderung der Energiepolitik urgiert!
Globaler Emissionsbericht 2011: Die C02 Emissionen haben mit 34,1 Milliarden Tonnen einen bisherigen Rekord erreicht. Die Ergebnisse von Doha werden an diesen Trends nichts ändern! Die Welt steuert auf eine Temperaturerhöhung von 4° und mehr zu!

Wo steht Österreich?
Emissionsentwicklung gemäß 2° Ziel -Soll: Notwendige Reduktion der Emissionen im Einklang mit dem 2° Ziel und solidarischer Teilnahme an der globalen Klimaschutzpolitik:
2010: rund 80 Millionen Tonnen (Mt)
2020: 60 Mt
2030: 40 Mt .
Emissionsmenge gemäß Kyoto-Vertrag: 2012 vereinbart 68 Mio. Tonnen. Tatsächliche Emissionen: diese pendeln seit einigen Jahren zwischen 80 und 84 Mt, also um etwa 20% über dem Kyoto Wert.
Prognose 2030: Laut Prognose des Umweltbundesamtes wird bei bestehenden Rahmenbedingungen mit einem Anstieg auf 90 Mt bis 2030 gerechnet, etwa das Doppelte dessen, was laut 2° Ziel vertretbar wäre!
Weitere Fakten zur Situation in Österreich:
Kürzlich hat das Parlament ein Klimaschutzgesetz beschlossen, dies wird wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen Bund und Ländern nicht umgesetzt! derzeit wird gerade die Pendlerbeihilfe neu geregelt. Statt Pendlern ein Alternativmodell anzubieten etwa in der Form bisherige Beihilfe oder als Option einen einmaligen, großzügigen Zuschuss zum Ankauf eines besonders sparsamen Autos, zum Beispiel eines Elektroautos, wird vorgesehen, dass jene, die größere Entfernungen fahren und daher auch mehr C02 emittieren, eine höhere Unterstützung bekommen. So wird die Beschleunigung des Klimawandels gefördert!
Gleichzeitig werden im Rahmen der Sparpolitik die Finanzhilfen für Investitionen in erneuerbare Wärmesysteme gekürzt. Besonders bezeichnend für die allgemeine Einstellung zu Klimaschutzmaßnahmen: Wenn es vor einer Landtagswahl um die Erhöhung der Zuschüsse an Pendler zum Autofahren geht, gibt es plötzlich Geld, finanziert über neue Schulden, doch wenn es um den Ausbau der erneuerbaren Energie geht, heißt es Sparen!
Die Einführung von E10 wurde verschoben, und somit mehr fossile Treibstoffe eingesetzt und mehr CO2 emittiert.
Nach den EU Beschlüssen soll Österreich bis 2020 die Emissionen um weitere 16% reduzieren, das Ziel wird bei den aktuellen Rahmenbedingungen nicht erreicht.
Nicht ganz überraschend: Im EU Ranking zur Frage der Reduktion der Klimagase liegt Österreich unter den 27 Ländern mittlerweile an letzter Stelle.
Fazit: Wenn alle Welt im Klimaschutz so vorgeht wie Österreich, steuern wir auf eine Temperaturerhöhung von über 6 Grad zu. Wir tragen wissentlich, ja gerade zu vorsätzlich dazu bei, dass die Lebensbedingungen unserer Enkel dramatisch verschlechtert werden!

Weltbank: Zitat aus dem Vorwort zur Studie Turn the heat down! Die Weltbank hat im November 2012 eine Studie zum Thema:
Turn the heat down why a 4° degree warmer world has to be avoided! veröffentlicht. Im folgenden ein Zitat aus dem Vorwort des
Weltbankpräsidenten Tim Kim zu diesem Bericht :
It is my hope that this report shocks us into action. Even for those of us already committed to fighting climate change I hope it causes us to work with much more urgency.
The report spells out what the world would be like if it warmed by 4° Celsius which is what scientists are nearly unanimously predicting by the end of this century without serious policy changes.
The 4° C scenarios are devastating: the inundation of coastal cities, increasing risk of food production potentially leading to higher malnutrition rates, many dry regions becoming dryer, wet regions wetter, unprecedented heat waves in many regions,
And most important: a 4°C world would be so different from the current that it comes with high uncertainty and new risks that threaten our ability to anticipate and plan for future adaptation needs.
The lack of action on climate change not only risks putting prosperity out of reach of millions of people in the developing world, it threatens to roll back decades of sustainable development.

Tim Kim, The President of the World Bank

Und die Schlussfolgerung:
ENERGYPEACE wird auf dieser Homepage Anfang Jänner einen konkrete Initiative zur Senkung der CO2 Emissionen präsentieren und alle, die diesen Vorschlag unterstützen, einladen, den Vorschlag durch ein Schreiben an die Bundesregierung zu unterstützen.

ENERGYPEACE; www-energypeace.at; Bioenergiestraß3 3, 8480 Mureck energypeace.styria@gmail.com

Brief an Bundesregierung: Konjunkturprogramm Erneuerbare Wärme

ENERGYPEACE Mureck, am 22.12.2011

Betreff:
Konjunkturprogramm Erneuerbare Wärme
Strafzahlungen für Treibhausgasemissionen
Schuldenwirtschaft und Ehrlichkeit

An die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung

Sehr geehrte Regierungsmitglieder!

Als Beitrag zur laufenden Diskussion um die Wirtschaftspolitik erlauben wir uns Ihnen folgende Überlegungen vorzutragen:

Konjunkturprogramm Erneuerbare Wärme
Im Hinblick auf die einbrechende Konjunktur wäre es falsch, nur an Einsparungen und Steuererhöhungen zu denken, vielmehr sind auch Konjunkturimpulse durch intelligente Investitionsprogramme notwendig, die in Zukunft nicht laufende Kosten verursachen sondern Einsparungen ermöglichen.
Daher wiederholen wir unseren Vorschlag, zu Beginn des Jahres 2012 ein Investitionsprogramm Erneuerbare Wärme für Privathaushalte mit einem Fördervolumen von 150 Mio. Euro jährlich, durch fünf Jahre hindurch, zu starten und die dazu notwendigen Mittel durch eine überfällige Anpassung des Förderzinses für die inländische Öl- und Gasförderung im Wege eine Novellierung des Mineralrohstoffgesetzes aufzubringen.
Ein derartiges Programm würde nicht nur 1000e neue Arbeitsplätze schaffen, sondern auch die Staateinnahmen deutlich erhöhen durch höhere Einnahmen bei der Mehrwertsteuer, der Lohnsteuer, den Sozialversicherungsbeiträgen und durch Einsparungen bei der Unterstützung für Arbeitslose und den Ankauf für C02 Verschmutzungsrechte. (Näheres siehe Beilage Im Überblick)

Strafzahlungen für Treibhausgasemissionen
Als Folge der Energie- und Klimapolitik der letzten zehn Jahre rangiert Österreich hinsichtlich der Einhaltung seiner Kyoto-Verpflichtungen im EU Ranking an letzter Stelle und muss deswegen rund eine Milliarde Euro sinnloser Weise für den Ankauf von Verschmutzungsrechten (heiße Luft!) an das Ausland zahlen.
Der obige Vorschlag erneuerbare Wärme ist eine konkrete, wirksame Maßnahme um in Zukunft im Wärmebereich Millionen Tonnen C02 einzusparen und so künftige Strafzahlungen zu verringern. Allerdings sind in Zukunft weitere Maßnahmen notwendig, um bis 2040 die C02 Emissionen von derzeit über 8 Tonnen/Kopf auf unter 2 Tonnen/Kopf zu reduzieren. Das ist das Mindesterfordernis um einen Temperaturanstieg um über zwei Grad zu verhindern. Eine straffe Koordination der Energie- und Klimapolitik und der Verzicht auf weitere Investitionen in fossile Energiestrukturen sind dazu unerlässlich.

Schuldenwirtschaft und Ehrlichkeit
Hinsichtlich der Schuldenprobleme wünschen wir uns mehr Ehrlichkeit in der Information der Öffentlichkeit. Die Wahrheit ist der Öffentlichkeit zumutbar. Da ist von Regierungsstellen auf der einen Seite die Rede von einem Fehlbetrag von 2-3 Milliarden Euro, von einer Sanierung nur durch Ausgabenkürzung und auf der anderen Seite von einem Riesenpaket neuer Steuern. Diese Ansagen sind allesamt unglaubwürdig. Im Budget des Finanzministeriums für 2012 stehen den Ausgaben von 73,6 Milliarden Einnahmen von 64,4 Milliarden gegenüber, der Fehlbetrag beträgt 9,2 und nicht zwei oder drei Milliarden Euro.
Wenn die Schulden nicht weiter erhöht werden sollen (Schuldenbremse) muss eine Lücke von mindestens 9,2 Milliarden Euro geschlossen werden, bei sinkender Konjunktur und rückläufigen Einnahmen wird die Lücke noch größer! Dabei ist bei diesen 9,2 Milliarden von einer Schuldenrückzahlung noch gar nicht die Rede.
Wir wünschen uns von der Regierung eine ehrliche Information über das wahre Ausmaß der Probleme und das Bekenntnis, dass diese Probleme nur durch eine Kombination von wirksamen Einsparungen, gut überlegten Steuererhöhungen und Konjunkturimpulsen insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und der technologischen Innovation bewältigt werden können.
Wir erlauben uns abschließend den Mitgliedern der Bundesregierung frohe Weihnachtstage und viel Erfolg im Interesse Österreichs im Jahre 2012 zu wünschen.

Mit freundlichen Grüßen

ENERGYPEACE Akteure
DI. Hellfried Hainzl Dr. Heinz Kopetz ÖK. Rat Karl Totter

Gegen die Förderung von Schiefergas!

Für ein Verbot der Schiefergasförderung in Österreich

Was ist Schiefergas?
Schiefergas ist Methan (Erdgas), das in Gesteinsformationen eingeschlossen ist und bis vor wenigen Jahren mit den herkömmlichen Fördertechniken nicht gewonnen werden konnte. In den USA wurden vor einigen Jahren neue Techniken entwickelt, die darin bestehen, dass große Mengen Wasser versetzt mit einem Mix von Chemikalien unter Druck in Bohrungen, die zuerst vertikal und dann horizontal verlaufen, eingebracht werden und dadurch diese Gasvorkommen nutzbar machen.

Die Umweltgefährdung
Allerdings ist damit eine beachtliche Umweltgefährdung verbunden. In einem Fernsehbeitrag am 23.11. 2011 Weltjournal war zu sehen, welche Probleme die Gewinnung von Schiefergas herbeiführen Kann: Das Grundwasser wird vergiftet, in einigen Fällen brennt das Wasser, das aus den Leitungen kommt wegen des hohen Methangehalts, es gibt andere Fälle, wonach Menschen beim Duschen ohnmächtig wurden wegen des hohen Gasgehalts im Wasser etc. Dazu kommt, dass durch die Gewinnung riesige Wassermengen mit Chemikalien verseucht und damit für die Wasserversorgung unbrauchbar werden.

Wegen der hohen Umweltgefährdung hat Frankreich die Gewinnung von Schiefergas verboten.

Entscheidend ist zusätzlich, dass der Verbrauch fossiler Energien in den kommenden Jahren stark zurückgehen muss, damit die Erderwärmung sich nicht noch mehr beschleunigt. Wenn alle vorkommen an Öl, gas und Kohle, die man noch findet, auch tatsächlich genutzt werden, würde sich die Erde um weit über 8 Grad erwärmen!

Daher vertritt ENERGYPEACE die Ansicht, dass die Gewinnung von Schiefergas auch in Österreich so wie in Frankreich gesetzlich verboten werden soll und die dadurch frei gesetzten Mittel zum Ausbau der erneuerbaren Energien verwendet werden.

Für weitere Informationen siehe auch Artikel/Vorträge/Fachbeiträge.