Petition an die Bundesregierung – Ökosozialer Steuerumbau

PETITION an die BUNDESREGIERUNG für eine neue und bessere Klima- und Energiepolitik in Österreich

  

Für eine neue und bessere Klima- und Energiepolitik in Österreich!

**ihre Unterschrift**



Unter Hinweis auf diese Fakten fordere ich daher die Bunderegierung auf, in Österreich im Jahr 2019 eine neue und bessere Energie- und Klimapolitik im Sinne der angeführten Ziele und Maßnahmen zu beschließen.
893 signatures

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Neueste Unterschriften
893 Herr klaus k. Modling 2340 Apr 11, 2019
892 Herr Roland S. Gratwein-Straßengel 8111 Apr 08, 2019
891 Herr Vitaliy K. Wien 1180 Apr 06, 2019
890 Herr Daniel L. - - Apr 06, 2019
889 Herr Karl S. Hausleiten 3464 Apr 05, 2019
888 Herr Johann K. Drobollach 9580 Apr 05, 2019
887 Herr Hellfried H. Krieglach 8670 Apr 05, 2019
886 Herr Florian S. Murstetten 3142 Apr 04, 2019
885 Herr Kurt U. Kirchberg an der Pielach A-3204 Mrz 30, 2019
884 Frau Carina M. Flachau 5542 Mrz 29, 2019
883 Frau Laura B. Mrz 29, 2019
882 Herr Christian P. Mrz 27, 2019
881 Herr Richard S. Kirchberg an der Pielach 3204 Mrz 27, 2019
880 Frau Sabrina N. Wilhelmsburg 3150 Mrz 27, 2019
879 Frau Karin P. pottenbrunn 3140 Mrz 27, 2019
878 Herr Johann B. St. Pölten 3205 Mrz 26, 2019
877 Frau Susanne S. Klagenfurt 9020 Mrz 25, 2019
876 Frau Barbara C. Hadersfeld 3422 Mrz 25, 2019
875 Herr Petr S. Klosterneuburg 3400 Mrz 25, 2019
874 Frau Ingrid M. Mrz 23, 2019
873 Frau Silvia D. Ollersbach 3061 Mrz 23, 2019
872 Frau Roselinde K. Villach 9500 Mrz 23, 2019
871 Herr Werner W. 3123 grossrust 3123 Mrz 23, 2019
870 Herr Siegi B. Großrust 3123 Mrz 23, 2019
869 Herr Josef G. St. Pölten 3100 Mrz 23, 2019
868 Frau Andrea B. Draßmarkt 7372 Mrz 23, 2019
867 Frau Theresa S. Wien 1030 Mrz 23, 2019
866 Frau Angelika B. Großrust 3123 Mrz 23, 2019
865 Herr Lois B. Drassmarkt 7372 Mrz 23, 2019
864 Herr Franz H. Mrz 23, 2019
863 Frau Renate H. 3123 Mrz 23, 2019
862 Herr Wolfgang B. Wien 1220 Mrz 23, 2019
861 Herr Hans Peter H. Wien 1090 Mrz 22, 2019
860 Herr Markus A. Mrz 22, 2019
859 Herr Markus S. Wien 1030 Mrz 22, 2019
858 Frau Anna N. Wien Mrz 22, 2019
857 Herr Peter U. Völkermarkt 9100 Mrz 22, 2019
856 Frau Sabine S. Mrz 18, 2019
855 Frau Mina Z. Mrz 17, 2019
854 Herr Josef D. Neuhofen 4912 Mrz 17, 2019
853 Frau Theresa K. Mrz 16, 2019
852 Frau Elisabeth K. Wien 1220 Mrz 15, 2019
851 Frau Johanna S. Wien Mrz 15, 2019
850 Frau Silvia G. Mrz 15, 2019
849 Frau Lorena P. Mrz 15, 2019
848 Frau Özge D. Leonding 4060 Mrz 15, 2019
847 Frau Lucia V. 4020 Mrz 15, 2019
846 Herr Thomas B. Wien 1020 Mrz 15, 2019
845 Frau Lisa O. Mrz 15, 2019
844 Frau Veronika H. Lochau 6911 Mrz 15, 2019

Unsere Klima- und Energiestrategie für Österreich

Der Verein Energypeace hat eine zukunftweisende Klima- und Energiestrategie für Österreich als Grundlage für die operative Umsetzung der Klima- und Energiewende erstellt. Für uns bedeutet diese

  • Für die Wirtschaft:      Anstoß zu Milliarden-Investitionen
  • Für die Gesellschaft:   Soziale Ausgewogenheit
  • Für die Umwelt:           Sinnvoll und unverzichtbar

Hier eine kurze Zusammenfassung des Dokuments, das am Ende des Artikels zum Download bereit steht.


ZUSAMMENFASSUNG

Vision

Neue Arbeitsplätze durch einen Investitionsboom in ein nachhaltiges Energiesystem, Milliarden Euro Energieausgaben für heimische Energien statt für Überweisungen ins Ausland für Energieimporte, erhöhte Sicherheit der Energieversorgung, Paris-Abkommen umsetzen, Verlangsamung des Klimawandels.

Ziel

Reduzierung der Treibhausgasemissionen jährlich von 2016 bis 2030 um 3 Mio. t und gleichzeitige Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien bis 2030 auf über 60 %.

Schlüsselmaßnahmen dazu:

  • Steuerumbau – geringere Steuern auf Arbeit, Investitionen, höhere Steuern auf CO2 -Emissionen, um so Anreize für mehr erneuerbare Energien und einen Verbrauchsrückgang im Wärme- und Transportsektor zu setzen.
  • Von 2016 bis 2030 jährliche Investitionen von 1200 MW in erneuerbare Stromerzeugung (PV, Wind, Wasser, Bioenergie) durch ein neues Ökostromgesetz.
  • Strikter Zeitplan, Steuerumbau und Ökostromgesetz neu: 2018 und 2019 ausarbeiten, beschließen, umsetzen
  • Operative Subprogramme für jeden Sektor mit Zeitplan und klarer Zuordnung der Verantwortung
  • Koordination des Programms durch das Bundeskanzleramt
    • mit allen Parteien, um Kontinuität zu sichern
    • mit allen Bundesländern, um die Umsetzung zu optimieren

Das gesamte Programm zum Download: Klima_Energiestrategie

Presseaussendung: Österreich braucht dringend eine wirksame Klima- und Energiestrategie!

Paris ohne Echo – Treibhausgas-Emissionen steigen weiter
ENERGYPEACE präsentiert zukunftsweisende Klima- und Energiestrategie                

Seit der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wird eine neue Klima- und Energiestrategie für Österreich angekündigt. Seither ist viel wertvolle Zeit ungenutzt verstrichen. Die Emissionen sind nicht – wie dringend erforderlich – gesunken, sondern weiter gestiegen.

Das Netzwerk ENERGYPEACE hat nun in Kooperation mit Experten aus den betroffenen Fachgebieten eine solche Strategie ausgearbeitet. Als Vorbild dienten Strategiekonzepte aus der Wirtschaft mit klaren Zielen, Umsetzungsplänen und Verantwortlichkeiten.

Dazu Bioenergiepionier Karl Totter, Mureck: „Wir folgen einer klaren Vision:

  • Neue Arbeitsplätze durch einen Investitionsboom in einem nachhaltigen Energiesystem;
  • Milliarden Euro, die bisher ins Ausland für Energieimporte fließen, sollen im Inland bleiben und dem Ankauf heimischer Energien dienen;
  • die Sicherheit der Energieversorgung muss verbessert und der Klimawandel gebremst werden.“

Das erklärte Ziel: Alle Aktivitäten werden in diesem Konzept einem Ziel untergeordnet: die CO2-Emissionen jährlich um 3 Mio t zu senken.

Heinz Kopetz, langjähriger Präsident des Welt-Biomasseverbandes, betont: „Um dieses Ziel zu erreichen, sind zwei Leitmaßnahmen unabdingbar.

Diese sind:

  • Ein Steuerumbau mit deutlicher Entlastung für Haushalte und Wirtschaft und zur Finanzierung eine höhere Belastung fossiler Emissionen.
  • Ein rascher Ausbau der Stromerzeugung aus Photovoltaik (PV), Wind, Wasserkraft und Bioenergie/Biogas, um binnen zehn Jahren zusätzlich 33 Milliarden kWh aus diesen erneuerbaren heimischen Energien zu gewinnen.“

Umweltschutz-Unternehmer Erwin Stubenschrott fügt hinzu:

Es wäre zu wenig nur auf die Elektrizität zu schauen. Die Strategie ist umfassend ausgearbeitet und definiert 12 Aktionsfelder mit Verantwortlichkeiten und klaren Subzielen:

  • Ein ein stetes Wachstum der E-Mobilität um 40 % pro Jahr auf 800 000 E-Autos bis 2030;
  • den jährlichen Rückbau von über 100.000 Öl- und Gasheizungen zu Heizsystemen mit erneuerbaren Brennstoffen;
  • klare Zielvorgaben für die Beschleunigung der Wärmedämmung;
  • eine Effizienzinitiative;
  • die Einführung von E10 als Treibstoff für Benzinautos usw.

„Es geht darum, in allen Bereichen importierte fossile Energien zu ersetzen – durch bessere Effizienz, durch Sparen, durch heimische erneuerbare Energien und auf diese Weise den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle bis 2030 zu halbieren.“

Sachprogramme für Schlüsselbereiche

Für die entscheidenden Sektoren wie Verkehr, Stromerzeugung, Raumwärme, Industrie und Landwirtschaft sind Sachprogramme ausgearbeitet, mit deren Hilfe die notwendige CO2-Reduktion in diesen Bereichen sichergestellt werden kann.“ Entscheidend für den Erfolg sei die Koordination und das Monitoring durch das Bundeskanzleramt.

Bei Nichthandeln drohen enorme Gefahren

Allen Skeptikern, denen die Vorschläge zu weit gehen, soll bewusst gemacht werden, was es bedeutet, nicht sehr rasch zu handeln:

  • Die Abhängigkeit von Importen nimmt zu – bei Gas aktuell über 85 %, Tendenz steigend;
  • Arbeitsplätze in der Industrie im Inland gehen verloren, weil immer mehr Geld für Energieimporte (Öl, Gas, Strom, Kohle) ins Ausland fließt, statt in die Entwicklung und Produktion von Technologie zur sinnvollen Nutzung erneuerbarer Energie;
  • Die Sicherheit der Energieversorgung geht zurück. Wenn die Wärmeversorgung großer Städte und die Stromerzeugung im Winter überwiegend von Gasimporten abhängen, könnte eine Lieferunterbrechung von einigen Wochen katastrophale Auswirkungen haben
  • Blockade der Erneuerbaren: Wenn fossile Energie noch einige Jahre so billig bleibt, werden Milliarden Euro in fossile Strukturen investiert, die den Umstieg auf erneuerbare Energie blockieren;
  • Preisanstieg gefährdet sozialen Frieden: Sollte es später zu einem Preisanstieg kommen, dann sind die Kunden der fossilen Energien wie in einem Netz gefangen und müssen zahlen mit großen Härten für sozial Schwache, die dann nach Subventionen für fossile Energie rufen!

Das sollten wir uns ersparen! Deswegen betont die Strategie die Chancen Österreichs.

Die Chancen Österreichs

Österreich ist ein von der Natur reich beschenktes Land. Dazu kommt die Sonne, die laufend mehr als 100 mal so viel Energie auf unser Land einstrahlt, als tatsächlich benötigt wird. Mit den hoch entwickelten Technologien von heute wie PV-Anlagen, Windturbinen, Wasserkraftwerken oder Bioenergie-Systemen könnten wir mit Sonnenenergie unseren gesamten Energiebedarf decken.

Doch was machen wir bis jetzt? Wir bleiben verstrickt in alten Systemen und Vorstellungen. Jährlich zahlen wir 10 bis 15 Milliarden Euro für Importe von Kohle, schmutzigem Öl und gefährlichem Gas. Wir unterstützen mit diesen Milliarden Länder, die dieses Geld zur Finanzierung von Kriegen oder der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung verwenden und zerstören neben bei auch das Klima. Ist das nicht völlig verrückt? Sollten wir das nicht ändern? Ja, natürlich! Aber wie?

Auf diese Frage gibt die Klima- und Energiestrategie von ENERGYPEACE eine klare Antwort. Sie zeigt den Weg auf zu einem neuen, nachhaltigen Energiesystem getragen von heimischen, erneuerbaren Energiequellen.

Rückfragen:

Dr. Heinz Kopetz                Tel: 0660 71 32 384         E-Mail: heinz.kopetzgmx.at
ÖK. Rat Karl Totter           Tel: 0664 42 07 935         E-Mail: karl.totter@sebamureck.at

ZIELE SIND GUT – MASSNAHMEN SIND WICHTIGER

Am 1. Dezember gaben die Vertreter der ÖVP und FPÖ die Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien bekannt. Ziele, wie der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung auf 100% sind sehr zu begrüßen. Auch ein Ziel für den Wärmemarkt – 80% Wärme aus heimischer Energie bis 2030 – wie in dem Buch „Energie und Lebensmittel – Grundlagen zur Freieheit“2 vorgeschlagen, wäre notwendig.

Doch Ziele allein sind zu wenig – ein Blick in die Geschichte:

Die Geschichte der Klimapolitik in Österreich ist eine Serie von nicht erreichten Zielen und nicht eingehaltenen Verträgen:

  • 1997: In Kyoto verpflichtete sich Österreich seine Emissionen auf 68 MIo. Tonnen zu senken. Sie liegen heute um 17% höher als in Kyoto vereinbart!
  • 2009: Die Regierung beschließt eine Energiestrategie mit dem Ziel bis 2020 den Energieverbrauch zu senken. Doch 2016 liegt der Verbrauch schon 3% höher als 20081 .
  • 2015: Gemäß Paris Abkommen muss Österreich seine Emissionen jährlich um 3 MIo. Tonnen senken. Seit dem Abkommen sind sie jedoch jährlich gestiegen.
  • 2017: Regierungsverhandlungen: Österreich will das Paris Abkommen einhalten. Wird dies diesmal gelingen?

Die Erfahrung lehrt: Ziele ohne Maßnahmen sind wirkungslos!

Ziele beruhigen die Öffentlichkeit aber ändern nichts an der Realität. Die Regierung kann die Klimaziele nur erreichen, wenn umgehend Leitmaßnahmen umgesetzt werden. Solche unverzichtbare Maßnahmen sind:

  • Der Umbau im Steuersystem: höhere Besteuerung von Kohle, Öl und Gas, weniger Abgaben auf die Arbeit nach dem Grundsatz „Progressive Besteuerung aller Energieformen, die in einem neuen Energiesystem nicht mehr enthalten sein sollen“2.(Seite 62)
  • Ein neues Ökostromgesetz mit klaren, zeitlich fixierten Ausbauzielen, Einspeistarifen und anderen Instrumenten, um die Ziele zu erreichen, Monitoring.
  • Verbot der Installation neuer Ölkesseln, keine Förderung der Gasheizungen, Maßnahmenpaket E-Mobilität

Ohne diese konkreten Maßnahmen ist die Erreichung der Ziele nicht möglich!

Dringlichkeit: Ohne diese konkreten Maßnahmen, wird es nicht gelingen, Milliarden Euro, die jetzt für Energieimporte ins Ausland gehen, in Ausgaben für Energien aus Österreich umzulenken. Jetzt, am Beginn einer Legislaturperiode ist der günstigste Zeitpunkte, solche Lenkungsmaßnahmen einzuführen. Wenn diese Chance jetzt nicht genützt wird, ist sie dahin und es würde dann auch diesmal so wie in der Vergangenheit, bei Ankündigungen bleiben!

Verantwortung: Der rasche Umbau des Energiesystems ist auch entscheidend für die Senkung der Emissionen. Wenn nicht vor 2020 die deutliche Reduktion der Emissionen beginnt, ist gemäß UN Klima-Rat das 2°C nicht erreichbar. Die neue Regierung hat daher eine besondere Verantwortung. Sie ist die letzte, die eine Erwärmung auf weit über 2°C noch verhindern kann.

Referenzen:

  1. Energiestrategie Österreich, BMWFW. Wien. 2010; Energie in Österreich BMWFW. Wien. 2017
  2. Energie und Lebensmittel – Grundlagen zur Freiheit. Hrgb. N. Hofer. Wien. FPÖ Bildungswerk.2015

KLIMASCHUTZ 2015 und 2016: Zwei verlorene Jahre!

Fakten zur Entwicklung des Klimasystems – Unterwegs ins Klimachaos?

Die Klimakonferenz in Paris Ende 2015 brachte einen großen diplomatischen Erfolg. Doch die praktische Umsetzung lässt auf sich warten. In dieser Hinsicht waren 2015 und 2016 verlorene Jahre!

GLOBAL:

  • Die CO2-Konzentration der Atmosphäre erreichte im Mai 2016 einen bisher noch nie gemessen Rekordwert von 407 ppm!
  • 2016 wird als das wärmste Jahr in die Geschichte eingehen, seit es Messungen gibt!
  • Nach etwa 20 Jahren, um 2036, muss die Menschheit die Verwendung von Öl, Gas und Kohle auf Null senken, wenn der Verbrauch bis dahin auf dem derzeitigen Niveau bleibt und das 2°-Celsius-Ziel erreicht werden soll. (Die ZEIT, Ausgabe 45, 27. 10. 2016, Seite 14)
  • Der Klimawandel ist das „einzige wahrhaft globale Problem der Menschheit.“ (Die „ZEIT“, Ausgabe 45, 27. 10. 2016, Seite 13)

EUROPA:

Die Europäische Kommission stellte am 30. November 2016 ein umfangreiches Paket unter dem Titel „Clean Energy for All Europeans“ vor. Das Paket hat zumindest 5 entscheidende Nachteile:

  • Die Ziele zur Reduktion der Treibhausgase  – minus 40 Prozent bis 2030 gegenüber 1990  und 27 Prozent Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 – wurden nicht dem Abkommen von Paris angepasst. Sie sind ungenügend!
  • Der Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Effizienz unabhängig vom Energieträger. Das läuft auf eine Förderung effizienter Öl- und Gasheizungen mit EU-Mitteln hinaus und damit zu einer Blockierung riesiger Kapitalbeträge in fossilen Strukturen.
  • Es wird an dem Emissionshandelssystem festgehalten, obwohl das System den Wärmemarkt und Transportsektor nicht einschließt. Das wäre nur mit einer allgemeinen Kohlenstoffsteuer möglich.
  • Der Vorrang beim Netzzutritt für Strom aus erneuerbaren Quellen wird weitgehend abgeschafft; damit werden die Investitionen in diese Stromerzeugung zurückfallen und Strom in Europa bis 2030 überwiegend aus fossilen und atomaren Quellen erzeugt werden.
  • Konventionelle Biotreibstoffe in Verbindung mit der Produktion von Eiweißfuttermitteln werden weiter reduziert und stattdessen auf teure, bisher am Markt noch kaum bewährte Treibstoffe aus Zellulose gesetzt, für die die Rohstoffbasis in Europa teilweise fehlt.

Mit diesem Programm kann Europa seinen Beitrag zur Einhaltung des Abkommens von Paris nicht erbringen. Brüssel ignoriert die physikalischen Realitäten des Klimawandels.

ÖSTERREICH: 

Das Jahr 2015:

  • Der energetische Endverbrauch stieg um 3 Prozent auf 1087 Petajoule.
  • Der Verbrauch bei Gas stieg um 3,5 Prozent, bei Erdölprodukten um 2,6 Prozent.
  • Die Netto-Stromimporte überstiegen erstmals die Marke von 10 Milliarden kWh. Importstrom kommt aber überwiegend aus Kohle- oder Atomkraftwerken.
  • Der Autobestand stieg um 1,2 %, der Energieverbrauch des Straßenverkehrs um 2,5%.
  • Die Emissionen an Treibhausgasen erhöhten sich um 2,5 Mio. Tonnen, das sind 3,2 % mehr als 2014. Sie erreichten mit 78,8 Mio. Tonnen den gleichen Wert wie 1990.
  • Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Photovoltaik und Geothermie) stieg gegenüber 2014 um 0,1 % auf 69,3 %.

Das Jahr 2016

  • Das Abkommen von Paris wird ratifiziert; es erfordert jedoch, dass Österreich seine Treibhausgas-Emissionen jährlich um mindestens 3 Mio. Tonnen senkt, das entspricht minus 60% bis 2030, um den  Beitrag zur Erreichung des 2°C-Zieles zu leisten.
  • Das Jahr 2016 geht ohne neue Maßnahmen zur Senkung der Emissionen zu Ende. Im Gegenteil, die Bundesregierung einigt sich nicht, zumindest bis Anfang Dezember 2016, auf eine Ökostromnovelle. Damit droht das Ende für viele Biogas- und Holzverstromungs-anlagen, die jährlich 2,6 Milliarden kWh Strom und auch mehr als eine Milliarde kWh Wärme liefern. Das würde zu einer weiteren Erhöhung der Emissionen an Klimagasen führen.
  • Die Bundesregierung startet einen einjährigen Prozess zur Erarbeitung einer Energie- und Klimastrategie. Den Arbeitsgruppen wird jedoch nicht das klare Ziel vorgegeben, Vorschläge zur Einhaltung des Abkommens von Paris zu erarbeiten. Die starke Vertretung der Sozialpartner in den Arbeitsgruppen lässt erwarten, dass die Ergebnisse auf eine Weiterführung des status quo hinauslaufen werden.
  • Öl- und Gaspreise bleiben niedrig; eine nennenswerte Senkung der Emissionen ist daher nicht zu erwarten!

RESUMÉE

Die physikalischen Daten belegen eine dramatische Beschleunigung des Klimawandels. Diese kann nur durch eine rasche und tiefgreifende Änderung des Energiesystems erreicht werden.

Die dazu notwendigen Schritte sind bisher weder auf österreichischer noch auf europäischer Ebene zu erkennen. Die aktuellen Rahmenbedingungen führen zu einer Erwärmung von 3 bis 6° C in diesem Jahrhundert. Das kann noch verhindert werden! Wie?

  • Verstärkte Information über das Ausmaß des Problems (siehe Buch: Paris – wie weiter?)
  • Leitmaßnahme ökologische Steuerumschichtung (Ausarbeitung 2017, Umsetzung ab 2018)
  • Einwirken auf Brüssel, die Klimapolitik auf das Abkommen von Paris auszurichten
  • 100 % erneuerbarer Strom bis 2030 durch ein neues Ökostromgesetz 2017
  • Schrittweises Verbot neuer Ölkesseln, später auch Gaskesseln,  sozial abgefedert
  • Ausarbeitung detaillierter Sektorprogramme – Raumwärme, Energiebereitstellung, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft zur Reduktion der Emissionen um 30 bis 90 Prozent je nach Sektor, um in Summe eine Reduktion um minus 60 % bis 2030, zu erreichen.

Wer hat die Kompetenz diese Maßnahmen umzusetzen? In Österreich de facto die Mitglieder der Bundesregierung und der neun Landesregierungen unterstützt durch die Spitzen der Sozialpartner, in Europa die Regierungschefs der 28 Mitgliedsländer und die Europäische Kommission.

Sollte die Enkelgeneration in einigen Jahrzehnten im Klimachaos versinken, so wäre das Nichthandeln der Amtsträger in diesen Organen zwischen 2015 bis 2020 eine wichtige Ursache dafür. Jetzt genügt es nicht mehr Einzel- und Gruppeninteressen zu verteidigen, sondern es gilt, das Gemeinwohl im Sinne der gesamten Menschheit und der kommenden Generationen voranzustellen.

Vielleicht bieten die kommenden Wochen Gelegenheit, sich einmal in Ruhe auszudenken, was auf die kommenden Generationen zukommt, wenn jetzt nicht mutig und vorausschauend gehandelt wird (siehe Seite 66 und 67 in der Publikation „Paris – wie weiter?“).

Heinz G. Kopetz

PS: Im Anhang zur Verdeutlichung einige Graphiken.

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Bild 1: Die rasche Zunahme der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre ist die unmittelbare Ursache des Klimawandels. Der erste kritische Wert von 400ppm ist schon überschritten. Werden 420ppm erreicht, so sind die Ziele von Paris kaum noch erreichbar. Bei Beibehalten der aktuellen Politik, wird diese Schwelle vor 2026 überschritten werden.

 

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Bild 2: Österreich: Die Ursache für den Anstieg der CO2 Konzentration in der Atmosphäre (Bild 1) liegt in den hohen Emissionen an Treibhausgasen. Österreich emittiert aktuell fünf Mal so viel wie mit dem 2°C vereinbar. Bei Beibehalten der aktuellen Politik trägt Österreich überdurchschnittlich zu einem Klimachaos in diesem Jahrhundert bei. Nur mit einer raschen Senkung der Emissionen – jährlich 3 Mio. Tonnen – kann Österreich seinen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Paris Abkommens erbringen (Bild 2).

 

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Bild 3: Ein Rückgang der Emissionen um 3 Mio. Tonnen jährlich in Österreich erfordert  ein weitgehendes Aus fossiler Energien für Wärme und Strom, einen starken Rückgang im Verkehr, prozessbedingte Emissionen (CO2 aus Stahl-, Zementerzeugung, CH4 aus der Rindhaltung) werden bleiben. Das folgende Szenario vermittelt dazu eine konkrete Vorstellung.

 

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Bild 4: In der Publikation „Paris – wie weiter;“ werden die physikalischen Hintergründe und die notwendigen Maßnahmen gegen den Klimawandel etwas ausführlicher erklärt:

 

DER KLIMAWANDEL UND DAS ENERGIESYSTEM

Physikalische Fakten und ökonomisch-politische Schlussfolgerungen

ZUSAMMENFASSUNG

Die Geschwindigkeit des Klimawandels und das Ausmaß der Bedrohung werden in der öffentlichen Diskussion drastisch unterschätzt.

Die globale Staatengemeinschaft muss die Verwendung fossiler Energieträger vor dem Jahre 2030 beenden, wenn die Ziele des Abkommens von Paris erreicht werden sollen. 

Die Industrieländer sollten die Nutzung fossiler Energien sogar schon früher beenden. Eine umfassende Revision der Energie- und Klimapolitik der Europäischen Union für das Jahr 2030 ist daher notwendig.  

Gliederung:

  1. Physikalische Messergebnisse als Grundlage der Entscheidungsfindung
  2. Politische und ökonomische Realitäten auf europäischer Ebene
  3. Aspekte aus österreichischer Sicht

 

  1. PHYSIKALISCHE MESSERGEBNISSE ALS GRUNDLAGE DER ENTSCHEIDUNGSFINDUNG:

Frage 1: Was ist der Schlüsselparameter zur Beurteilung des Klimawandels?

Die CO2   Konzentration in der Atmosphäre. Sie liegt weltweit aufgrund der raschen Luftverteilung auf ähnlichem Niveau.

Frage 2: Wo liegt der kritische Grenzwert für diese Konzentration und wo stehen wir jetzt?

Ein Wert von 350 ppm CO2 ist klimaverträglich, 400ppm ist die kritische Schwelle (ppm = pars per million).

Ein Wert von 420ppm die äußerste Obergrenze, um eine Erwärmung von mehr als 2°C wahrscheinlich zu verhindern.

Um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen sollte die Konzentration 400ppm nicht überschreiten und in der Zukunft auf unter 350ppm reduziert werden.

Wie Tabelle 1 zeigt, lag der Wert im Jänner 2016 schon bei 403ppm.

(source: IPCC 2014, summary for policy makers, mitigation of climate change, III. Working group, page 12)

 

Tabelle 1 : Entwicklung der CO2 Konzentration in der Atmosphäre 2014 – 2016, ppm

  Ppm CO2 Ppm CO2 gerundet
January 2014 397.81 398
May 2014 401.88  
January 2015 399.96 400
May 2015 403.94  
January 2016 402.52 403
May 2016 407.7  

Source: ftp://ftp.cmdl.noaa.gov/ccg/co2/trends/co2_mm_mlo.txt

 

Der Anstieg pro Jahr von 2014 bis 2016 war 2.6 ppm. Zu Winterende (Mai) ist der Wert am höchsten, weil die Pflanzen über den Winter nur wenig CO2 absorbieren; zu Sommerende ist der Wert am tiefsten. Der Wert im Januar entspricht etwa dem Jahresmittel. .

Frage 3: Wann wird der kritische Wert von 420 ppm erreicht werden, wenn die aktuellen Trends anhalten?

Ausgehend von einem Wert von 403 ppm im Jänner 2016 und einer jährlichen Zunahme von 2,6ppm wird die kritische Schwelle von 420 ppm in sechs bis sieben Jahren, also um 2023 überschritten werden.

Frage 4: Was folgt aus diesen Messdaten?

Wenn die globale Staatengemeinschaft sofort beginnt, den Einsatz fossiler Energien drastisch zu reduzieren, sodass der jährliche Anstieg der CO2 Konzentration deutlich zurückgeht, dann muss spätestens um 2030 der Ausstieg aus den fossilen Energien vollzogen sein, um den Grenzwert von420 ppm nicht oder nur unwesentlich zu überschreiten

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Critical threshold 400p

 

Schlussfolgerung;

Aus naturwissenschaftlicher Sicht muss die Verwendung fossiler Energien vor dem Jahre 2030 beendet werden, um die Ziele von Paris zu erreichen. Doch das allein würde nicht genügen. Gleichzeitig müssen umfassende Aktivitäten starten, um große Mengen an CO2 der Atmosphäre zusätzlich zu entziehen, beispielsweise globale Aufforstungsprogramme für mehrere 100 Millionen Hektar.

 

  1. POLITISCHE UND ÖKONOMISCHE REALITÄTEN IN EUROPA UND ÖSTERREICH

Frage 5: Geht die Entwicklung in die richtige Richtung?

Nein, im Jahre 2015 stiegen die CO2 Emissionen in der EU28 sogar an, die tiefen Ölpreise führen zu neuen Investitionen in fossile Strukturen und zu einem Mehrverbrauch. Außerdem ist die globale Waldfläche rückläufig. Die Welt entwickelt sich derzeit weg von den Paris Zielen, hin zu einer Erwärmung von 3 -5°C°, in Binnenländern (Alpenraum) zu einer noch höheren Erwärmung.

Frage 6: Entsprechen die EU Ziele für 2030 dem Abkommen von Paris?

Die EU Ziele für 2030 – Reduktion der THG Emissionen um 40%, mindestens 27% erneuerbare Energien – entsprechen bei weitem nicht den Zielen des Pariser Abkommens.

Frage 7: Was sollte jetzt auf europäischer Ebene unternommen werden?

  1. Information und Bewusstseinsbildung

Die physikalischen Daten und die Ergebnisse der Klimawissenschaft müssen kommuniziert werden: an die Mitarbeiter in der EU-Kommission, an die Kommissare, die Vertreter des Parlaments, des Rates, die anderen EU Gremien und an die Öffentlichkeit. Die aktuelle Politik führt zu einer CO2 Konzentration von 420ppm noch vor dem Jahre 2030 und damit zu einer Erwärmung von über 2°C! Es genügt nicht, eine De karbonisierung bis 2050 anzustreben, die De-Karbonisierung muss weitgehend bis 2030 erfolgen.

  1. Neue Ziele auf europäische Ebene

Die EU muss umgehend neue Klima- und Energieziele für 2030 erarbeiten, die auf den Messdaten der Klimawissenschaft aufbauen und den Zielen von Paris entsprechen. Beispielsweise: Mindestens eine Halbierung der Verwendung fossiler Energien bis 2030, minus 60% Emissionen bezogen auf 1990, mindestens 50% erneuerbare Energien. Selbst diese Ziele allein wären noch nicht hinreichend aber sie sind durchführbar, wenn der politische Wille vorhanden ist.

  1. Neue Maßnahmen der Mitgliedsländer und der EU Kommission für 2030 – dem Beispiel führender europäischer Länder folgend.
  • Ordnungspolitik

Bespiel Schweden: Abgabe auf fossile Emissionen 121 Euro/Tonne

Frankreich: Parlamentsbeschluss in Zukunft 100 Euro je Tonne

Dänemark: Verbot der Neuinstallation von Ölkesseln

Norwegen: Vorschlag den Verkauf von PKW mit Verbrennungsmotoren ab 2025 einzustellen, Diskussion ähnliches ab 2030 auch für LKWs vorzusehen!

Denkbar auch keine Kohle zur Stromerzeugung ab einem bestimmten Zeitpunkt

  • Maßnahmen der Förderung und Unterstützung europäisch

Erneuerbarer Strom – vor allem Wind, PV: Ausweitung um das 7 fache bis 2030, Beibehaltung entsprechender Unterstützungsprogramme (Einspeistarife, Quoten, was auch immer, länderspezifisch)

Ausbau der Fernwärme, Forcierung der Wärmeeinspeisung aus Abwärme, Biomasse, Abfällen, Solarthermie

Mobilisierung der Biomasse, erhöhte Beimischung für Biotreibstoffe

  • Bildung eines Klubs der willigen Länder innerhalb der EU 28

Nicht alle EU Länder sind schon jetzt bereit, eine konsequente Klimaschutzpolitik umzusetzen. Doch eine Reihe von Ländern macht das jetzt schon: UK, Dänemark, Schweden um einige Beispiel zu nennen. Es soll eine Paris Gruppe von Ländern gebildet werden, die ihren vollen Beitrag zur Zielerreichung von Paris einbringen, im Sinne eines vollen Ausstiegs aus den fossilen Energien zwischen 2030 und 2040.

  • Eine globale EU Initiative für ein Aufforstungsprogramm

Selbst wenn alle Länder mitgehen und die EU zwischen 2030 und 2040 aus den fossilen Energien aussteigt und andere Industrieländer dazu bringt, ähnlich vorzugehen, reicht das nicht, um die Ziele von Paris zu erreichen. Umfangreiche Maßnahmen zur Entnahme von Kohlenstoff aus der Luft sind notwendig. Ein Weg dazu ist die Aufforstung von mehreren hundert Millionen Hektar weltweit.

 

Frage 8: Was folgt aus diesen Fakten für Österreich?

In Österreich geht es zunächst darum, ein Bewusstsein für das Ausmaß des Problems Klimawandel zu schaffen. Mit den bisherigen Maßnahmen, die meist auf Freiwilligkeit beruhen, ist das Problem nicht zu lösen.

Dann ist eine Werteentscheidung zu treffen. Will Österreich Verantwortung, Solidarität, Führungsanspruch im Aufbau eines neuen klimafreundlichen Energiesystems übernehmen oder weiter abwarten und beobachten, wie andere agieren? Wenn die Entscheidung für Abwarten fällt, bedeutet dies, dass die Industrie, die Forschung, die Wirtschaft teilweise den Anschluss an die innovativen Pionierländer im Aufbau eines neuen globalen Energiesystems verlieren und Österreich das Abkommen von Paris nicht einhält.

Österreich hat besonders gute Chancen eine Pionierrolle zu übernehmen: Österreich hat keine Atomenergie mit ihren unzähligen Problemen (siehe Schweiz, Deutschland, Frankreich) Österreich hat keine eigene Kohleminen, die aus sozialen Gründen den Umbau erschweren (Deutschland, Polen), dagegen hat Österreich eine sehr aufgeschlossene Bevölkerung, einen hohen Anteil an erneuerbaren Strom und in Teilbereichen der erneuerbaren Technologien eine weltweit führende Industrie.

Die wichtigsten Sofortmaßnahmen im Falle einer Entscheidung für wirksamen Klimaschutz sind: eine ökologische Steuerreform, Verbot neuer Ölkesseln, ein neues Ökostromgesetz für zusätzlich 20TWh erneuerbaren Strom.

 

Über den Autor:

  1. Dr. H. Kopetz, Senior Consultant World Bioenergy Association, Stockholm – Graz

2012 – 2016 Vorsitzender Weltbiomasseverband, Stockholm

2005 – 2010 Vorsitzender Europäischer Biomasseverband, Brüssel

1997 – 2000 Member of the advisory committee for Energy of the European Commission, Brussels

Letzte Publikation:   “Paris – Wie weiter? Klima- und Energiekonzepte für Österreich“ 2016.

 

ANHANG:

Treibhausgasemissionen in Österreich, Literatur

Die folgende Tabelle zeigt die Treibhausgasemissionen in Ö nach Verursachern in Millionen Tonnen CO2e für die Jahre 1990 und 2012. Sie sind in diesem Zeitraum leicht angestiegen. Für das Jahr 2030 ist eine Variante dargestellt, die aufzeigt, welchen Beitrag die einzelnen Sektoren zu einer Reduktion von 80 auf 30 Mio t leisten müssten, um den Beitrag Österreich zur Erreichung des 2°C Zieles sicherzustellen.

Daraus geht hervor, dass etwa bis 2030 in der Energieversorgung und Wärmebereitstellung die fossilen Energien weitgehend ersetzt werden müssten, fossile Energien im nennenswerten Umfang sollten dann nur mehr im Verkehr und in der Industrie zum Einsatz kommen.

 

Tab.: Österreich, THG Emissionen Mio t CO2e nach Verursachern.

  1990 2012 2°C Ziel

2030

SOLL Veränderung

2012-2030 %

Industrie 21 25 14 -44
Verkehr 14 22 8 -64
Energieaufbringung 14 12 1 -85
Raumwärme 14 9 1 -90
Landwirtschaft 9 8 4 -50
Andere 6 4 2 -50
Summe 78 80 30 -62
 

Eine solche Umstellung ist nur möglich, wenn sofort eine ökologische Steuerreform mit mindestens 100 Euro/Tonne CO2 durchgeführt wird, die Installation neuer Ölkesseln verboten, der Ökostromausbau durch ein neues Gesetz massiv forciert wird (plus 20 TWh) und eine breite Kampagne zur Bewusstseinsbildung zu diesem Thema durch die Bundesregierung gestartet wird. .

 

Weiterführende Literatur zum Thema:

„Paris – wie weiter? Energie- und Klimakonzepte für Österreich“

2016, H.G. Kopetz. Verlag DTW ZukunftsPR

„Mutter Erde ruft um Hilfe“

2015, H.G. Kopetz. Verlag DTW ZukunftsPR

„Klimaschock“

2015, Gernot Wagner u. Martin Weizmann. Überreuter Verlag

„Selbstverbrennung“

2015, Hans Joachim Schellnhuber, Bertelsmann Verlag

„Globale Abkühlung – Strategien gegen die Klimaschutzblockade“

2013, Hans – Josef Fell, Beuth Verlag

„Die vermeidbare Energiekrise“

2010, H.G. Kopetz. Weishaupt Verlag

Schwarzbuch Klimawandel. Wie viel Zeit bleibt uns noch?

2005 Helga Kromp-Kolb und Herbert Formayer erbert FormayerEcowin Verlag,

Globales Kohlenstoffbudget und Österreichs Emissionen

Klimaschutz ist vor allem ein globales, naturwissenschaftliches und ein ethisches Problem.

Manchmal wird versucht, das Problem auf eine rechtliche Dimension, ausgedrückt in Vereinbarungen zwischen Wien und Brüssel, zu reduzieren. Das führt zu Missverständnissen!

Die Welt kann das 2°C Ziel nur erreichen, wenn in diesem Jahrhundert die Menge an Kohlenstoff, die ausgestoßen wird, begrenzt bleibt. Die Wissenschaft hat diese Obergrenze errechnet und als das globale Kohlenstoffbudget definiert.

Aus diesem Ansatz ergibt sich das Kohlenstoffbudget für Österreich. Es beträgt 1200 Millionen Tonnen C02 Emissionen im Zeitraum von 2014 -2100. Bei den aktuellen Emissionen reicht dieses Budget nicht bis 2100 sondern nur noch 17 Jahre bis 2032.

Es besteht daher größte Dringlichkeit umgehend wirksame Maßnahmen zur Reduktion der C02 Emissionen zu setzen!

Wird dies verabsäumt, so trägt Österreich überdurchschnittlich stark zum Klimawandel und damit zu einem Chaos bei, das auf die kommenden Generationen zukommt. Das entspräche einem ethischen Versagen der heutigen Entscheidungsträger.

Die Graphik zeigt für 2012 die C02 Emissionen pro Kopf und Jahr; die Emissionen sollten bei 1,6 Tonnen/Kopf liegen (roter Pfeil). Sie liegen in Afrika (Kenya) weit darunter, weltweit bei 4,5 Tonnen und in Österreich sogar bei 8,3 Tonnen. (Quelle: EU Kommission pocket book energy stat.)

Screen Shot 2015-11-12 at 12.24.22 PM

Das IPCC ( Intergovernmental Panel on Climate Change) hat das global C02 Budget bis 2100 mit einem Betrag von 1000 Gt C02 (Milliarden Tonnen C02) ermittelt. Diese Menge sollte nicht überschritten werden, um das 2°C mit vertretbarer Wahrscheinlichkeit zu erreichen.

Diese Vorgabe ergibt bei der aktuellen Weltbevölkerung einen Betrag von 1,6 Tonnen C02/Kopf. Daraus abgeleitet für Österreich ergibt sich bis 2100 ein Emissionsbudget von 1 200 Millionen Tonnen C02 (1,2Gt). Da die Jahres Emissionen an C02 in Österreich 2012 bei 69 Millionen Tonnen waren, würde Österreich sein Budget bei Beibehalten dieser Emissionen schon in 17 Jahren aufgebraucht haben.

Land 2012
CO2 t/cap
Österreich 8,3
EU 28 7,9
Welt 4,5
Vorgabe 2° Ziel 1,6
Kenya 0,3

Diese Zusammenhänge erklären auch, warum eine Reihe von Ländern eine ehrgeizige nationale Klimaschutzpolitik beschlossen haben, die weit über die Kompromisse von Brüssel oder die erwarteten Ergebnisse von Paris hinausgehen.

ES zeichnet jetzt schon ab, dass in Paris keine rechtlich verbindlichen Beschlüsse zu erwarten sind, sondern eine massive Aufforderung an alle Staaten, sich selbst international zu verpflichten, einen aliquoten Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten.

Daher schlägt das Netzwerk „Arbeitsplätze durch Klimaschutz“ vor, dass Österreich sich freiwillig festlegt, bis 2030 seine Emissionen um 50% gegenüber 1990 zu senken und dann weiter bis 2050 gegen Null!

KLIMASCHUTZABGABE JETZT!

Höherer Nettolohn durch eine Klimaschutzabgabe
Mit einer ökologischen Reform des Steuersystems zu neuer Beschäftigung

Die wichtigste Leitmaßnahme zum Umbau des Energiesystems zu mehr Effizienz und erneuerbaren Energien ist die höhere Besteuerung der fossilen Energieträger und die Rückführung der Steuereinnahmen an die Bevölkerung und an die Wirtschaft.

Die Grundidee ist folgende: Wer sich nach dem Steuerumbau gleich verhält wie vorher zahlt in Summe gleich viel Steuer, wer mehr fossile Energie verbraucht als vorher zahlt mehr Steuer als derzeit, wer durch Einsparungen oder Umstieg auf erneuerbare Energien weniger fossile Energien verbraucht, zahlt weniger Steuern. Die Klimaschutzabgabe hat den Vorteil, dass mit einer Maßnahme alle Wirtschaftssubjekte – Haushalte, Betriebe, Unternehmen – einen ökonomischen Anreiz bekommen den Verbrauch fossiler Energien zu reduzieren und damit einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten.

Das Konzept Klimaschutzabgabe hat zwei Säulen und basiert auf einem Grundsatz. Die zwei Säulen sind:

  • Die Rückführung der Steuereinnahmen an Wirtschaft, Landwirtschaft und Haushalte
  • Die Aufbringung der Mittel durch die zusätzliche Besteuerung der CO2 Emissionen aus fossilen Energien.

Der Grundsatz lautet: Der Umbau des Steuersystems im Sinne des Klimaschutzes ist budgetneutral. Als Volumen für diesen Steuerumbau wird ein Betrag von sechs Milliarden Euro vorgeschlagen.

  1. Einleitung

Der Klimawandel wird zur größten Bedrohung unserer Zukunft:

Zunehmender Klimawandel bedeutet: Hitzewellen, Dürren, Ernteausfälle, Hungerkatastrophen, neue Schädlingserreger und Krankheiten, Zerstörung der Wälder durch Borkenkäferinvasionen und extreme Stürme, Starkniederschläge, Vermurungen, Überschwemmungen, Zerstörung von Hab und Gut, Verlust der Schigebiete und Teile des Wintertourismus, Verlust der Küstenregionen durch den Anstieg des Meeresspiegels, Flüchtlingswellen usw.

Dazu ein Zitat des Chefs der Österr. Bundesforste, R.FREIDHAGER (Kurier 18.8.2015): „Wenn die Temperaturen um 5 bis 6°C steigen, dann wird es WALD hier in Österreich so nicht mehr geben.“

Wenn wir es verabsäumen, rechtzeitig und entschieden gegenzusteuern, wird dieser Prozess unumkehrbar, sich durch eine Reihe von Rückkoppelungen selbst beschleunigen und möglicherweise Temperaturerhöhungen von mehr als 5° oder 6°C bringen. Letztlich kommt es darauf an, auf fossile Energien überhaupt zu verzichten und den fossilen Kohlenstoff in der Erdkruste zu belassen.

  1. Das Konzept

Der Ölpreis ist in den letzten 15 Monaten um 60% eingebrochen – von 120 auf 50 Dollar/Fass. Das bedeutet, dass dadurch die Kosten der Emission je Tonne C02 um 140 Euro gesunken sind. Ohne Gegenmaßnahmen wirkt der tiefe Ölpreis wie ein Signal für die wieder zunehmende Verwendung fossiler Energien und damit für höhere C02 Emissionen. Damit wird die Fahrt ins Klimachaos beschleunigt. Österreich mit CO2 Emissionen, die jetzt schon viermal so hoch sind als mit dem 2°C Ziel vereinbar, würde damit eine Politik Richtung Klimachaos verstärken.

Screen Shot 2015-11-12 at 12.21.19 PMTab.: Ölpreise Okt 2013 bis Okt 2015, Dollar Je Fass, Qu.: Raiffeisengraphik

Der Vorschlag: Der Staat soll drei Viertel dieser Preissenkung durch eine Klimaschutzabgabe abschöpfen und die Einnahmen – etwa sechs Milliarden Euro – zur Gänze an die Wirtschaft (Senkung der Lohnnebenkosten, Technologiebonus), die Landwirtschaft (Flächenprämie als Ausgleich für höhere Dieselpreise) und die Haushalte (Senkung der Sozialbeiträge, Öko-Bonus) rückerstatten. So wird fossile Energie teurer und Arbeit günstiger.

Die Bundesregierung wird aufgefordert, dass WIFO zu beauftragen, umgehend die Details einer solchen Reform auszuarbeiten, damit sie 2017 in Kraft gesetzt werden kann.

  1. Die Auswirkung:

Klimaschutzabgabe Leitmaßname für das Beschäftigungsprogramm „Energiewende“.

Mit der Einführung der Klimaschutzabgabe als Teil der neuen Energiestrategie „60% erneuerbare Energie bis 2030“ würde die Bundesregierung den Startschuss für das größte Beschäftigungsprogramms seit vielen Jahren setzen: „ARBEITSPLÄTZE DURCH KLIMASCHUTZ“, denn nur durch eine flächendeckende Investitionswelle in erneuerbare Energien und Energieeffizienz können die Ziele der neuen Energiestrategie erreicht werden. Die Klimaschutzabgabe ist die Leitmaßnahme für diesen Umbau des Energiesystems.

Dazu kommt, dass die in Österreich in den letzten Jahrzehnten erfolgreich aufgebaute Wirtschaftssparte erneuerbare Energie (Gewerbe- und Industriebetriebe) durch die tiefen Ölpreise immer mehr ins Trudeln kommt. 1000e Arbeitsplätze in dieser Industrie sind akut gefährdet werden und werden verloren gehen, wenn die Regierung sich nicht zu dieser Klimaschutzabgabe entschließt.

Keine neuen Ölheizungen!

Die Installation neuer Ölbrenner soll untersagt werden!

Ein neu installierter Ölbrenner emittiert bei einer Nutzungsdauer von 25 Jahren bei einer mittleren Hausgröße etwa 200 Tonnen C02. Wenn ein Großteil der 700.000 Ölheizungen in den kommenden Jahren erneuert wird, so würde das auf die nächsten Jahrzehnte weitere C02 Emissionen in der Höhe von Millionen Tonnen bedeuten und den Klimaschutz desavouieren.

Es gibt genug Alternativen zu Ölheizungen: Fernwärme, Solarthermie, Biomasse und andere Systeme!

Daher der Aufruf an die Landesregierungen: Ab 2017 keine Genehmigung für die Installation neuer Ölbrenner!

Warum soll die Installation neuer Ölheizungen und neuer Ölbrenner in Objekten mit bestehenden Ölheizungen untersagt werden?

Der Klimaschutz erfordert, dass Österreich seine C02 Emissionen rasch senkt. Doch, wie die folgende Graphik zeigt, wer sein Haus mit Öl beheizt, beschleunigt den Treibhauseffekt und damit den Klimawandel. Bei einem Verbrauch von 3000 Liter Heizöl werden jährlich 8 Tonnen C02 emittiert:

Screen Shot 2015-11-12 at 12.13.29 PMEin Haus mit Öl beheizt – Jahresverbrauch 3000 l Öl – emittiert   über die Nutzungsdauer eines Ölbrenners etwa 200 Tonnen C02 und erhöht so die C02 Konzentration in der Atmosphäre!

Bei 700 000 Heizungen wären das 140 Mio Tonnen C02! Wenn die Erneuerung der bestehenden Ölheizungen weiter geht und noch gefördert wird, würde das über die Lebensdauer der Ölbrenner zu Millionen Tonnen weiterer C02 Emissionen führen!

Wer jetzt noch in Ölheizungen investiert, beschleunigt bewusst und vorsätzlich den Klimawandel und die Gefährdung der letzten globalen Reservate! Dazu ein Beispiel:
Am 19.8.2015 erhielt Shell die Genehmigung in der Arktis nach Öl zu bohren! Weiter in Ölheizungen investieren bedeutet, den Ölmultis einen Markt auf Jahrzehnte zu sichern und die Ausweitung der Ölbohrungen in die letzten Naturreservate zu begünstigen!

Wir müssen den Klimaschutz ernst nehmen und von alten Gewohnheiten Abschied nehmen. Daher soll Öl als Heizenergie in den kommenden Jahrzehnten auslaufen.

Wir haben genug Alternativen: Biomasse, Fernwärme, Solarthermie, Wärmepumpen! Daher keine Genehmigung für die Installation neuer Ölheizungen!

Eine neue Energie- und Klimastrategie für Österreich

Die Botschaft:
Österreich braucht eine neue Energiestrategie für die kommenden Jahrzehnte, die in Übereinstimmung steht mit den Anforderungen des Klimaschutzes, dem Streben nach Versorgungssicherheit und dem Bemühen um wirtschaftliche Impulse.

Die Ziele dieser neuen Strategie bis 2030 sollen sein:

  • Mehr als 60% Anteil erneuerbare Energien am Energiemix
  • Reduktion der CO2 Emissionen um mehr als 50% gegenüber 1990
  • 100% erneuerbarer Strom bis 2030

Dies erfordert eine Reduktion des Energieverbrauchs um knapp 200 PJ durch Verbesserung der Effizienz und Energiesparen einerseits und andererseits einen Ausbau der erneuerbaren Energien um mindestens 260 PJ bis 2030. Auf diese Weise kann der Verbrauch der fossilen Energien halbiert und die C02 Emissionen entsprechend reduziert werden.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die notwendigen Veränderungen im Sinne dieser Zielvorgaben:

2013 2030
Bruttoinlandsverbrauch 1300 1130
Erneuerbare    420 680
Fossile    830 420
Andere      50    30

Tabelle 1: Bruttoinlandsverbrauch Energie, Ö, PJ*
Zahlen gerundet, entnommen Unterlagen ÖBMV, ÖSTAT, Verband erneuerbare Energien, eigene Berechnungen. Die Zahlen sollen als Orientierung über das Ausmaß des notwendigen Umbaues dienen.

Reduktion des Verbrauchs
Die Reduktion des Bruttoinlandsverbrauches um 13% erfordert Maßnahmen der Effizienzverbesserung und des Sparens in allen Bereichen: Nutzung der Abwärme aus Industrie und thermischer Stromerzeugung, Vermeidung von Wärmeverlusten in der thermischen Stromerzeugung, Verringerung der Verluste in der Energieübertragung, der Wärmeverluste in den Gebäuden, effiziente Geräte, Beleuchtung, Fahrzeuge – kurzum in allen Bereichen der Energieverwendung geht es um Effizienzverbesserung. Die Möglichkeiten dazu sind noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Das ist die eine Seite der neuen Energiestrategie.

Ausbau der erneuerbaren Energien
Die andere Seite betrifft die erneuerbaren Energien. Sie müssen wesentlich rascher als bisher ausgebaut werden, um diese Ziele zu erreichen. Dies betrifft insbesondere den Ausbau bei Wind und Photovoltaik! Windstrom soll mehr als 20% des Bedarfs decken. Dank des Ausbaues der Photovoltaik soll jedes Wohnhaus den Großteil des benötigten Stroms selbst erzeugen, in Verbindung mit intelligenten Speicherlösungen soll eine Entlastung der Netze erreicht werden.

Ebenso ist auch im Wärmebereich bis 2030 Öl und Gas weitgehend durch erneuerbare Wärme und Abwärme aus Industriebetrieben zu substituieren. Dies erfordert in den Ballungsgebieten den Ausbau der Fernwärme und außerhalb der Ballungsgebiete den Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch intelligente neue Heizsysteme, die auf Biomasse, Speichertechniken, Solarthermie und erneuerbaren Strom basieren. Ein Leitbild für die Energieversorgung im Jahr 2030 zeigt Tabelle 2:

2013 2030
Fossile Energien 830 420
Bioenergie 242 340
Wasserkraft 150 180
Strom aus Wind und PV 13 120
Solarthermie, Geothermie 15 40
Andere 50 30
SUMME 1300 1130

Tabelle 2: Bruttoinlandsverbrauch Energie, 2030
fossile und erneuerbare detailliert, Ö, PJ

Der mengenmäßig größte Zuwachs soll bei der Biomasse sowie bei Wind und Photovoltaik erfolgen. Die Biomasse soll vor allem im Wärmesektor, in der Stromerzeugung vor allem in kleineren KWK-Anlagen und als Biotreibstoff im Verkehrssektor vermehrt eingesetzt werden. Die Einführung von E10 und von flex-fuel Fahrzeugen, die mit E85 fahren, ist zu forcieren, ebenso Biodiesel für den Schwerverkehr und die Landwirtschaft. Im Verkehrssektor wird die E-Mobilität zunehmen; sie kann aber die Erwartungen betreffend Klimaschutz nur erfüllen, wenn der Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen stammt.

Um diesen raschen Umbau der Energiesystems zu erreichen sind Leitmaßnahmen notwendig, die im Aufruf des Netzwerkes „Arbeitsplätze durch Klimaschutz“ beschrieben sind. Dazu kommen eine Fülle von Detailmaßnahmen.

Ausblick: 100% erneuerbare Energien noch vor 2050!
Diese Strategie 2030 ist nicht das Ende der Energiewende. In den folgenden Jahrzehnten muss das Energiesystem zu 100% auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Dies wird dazu beitragen, dass Energie sicher, umweltfreundlich und billig bereitgestellt werden wird.

Der rasche Umbau des Energiesystems in der vorgeschlagenen Form ist das wirksamste und vernünftigste Beschäftigungsprogramm, das in Österreich realisiert werden kann. Zu einzelnen Leitmaßnahmen wird das Netzwerk eigene Vorschläge machen.