2. Schwerpunkte

2.1 Erneuerbare Wärme
Hilfe für Familien – Stärkung der Wirtschaft – Reduktion der  C02  Emissionen durch die Initiative  Erneuerbare Wärme –Wohnen (2012-2016)

Die Idee:
Familien und Privatpersonen zu helfen, ihre Heizkosten zu senken und gleichzeitig die C0² Emissionen zu reduzieren. Dies soll durch eine bundesweite Förderaktion erreicht werden, in deren Rahmen Investitionen privater Haushalte in Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energie mit einem Zuschuss von 40% unterstützt werden. Für diese Maßnahme sollen jährlich mindestens  150 Mio. Euro bereitgestellt werden. Die Finanzierung soll durch eine Anhebung der Förderzinse auf die inländische Öl- und Gasförderung erfolgen.

Weiterführende Information:

  • Faktenblatt1 – Energiearmut und Wärmeversorgung
  • Beschreibung der Initiative Erneuerbare Wärme – wohnen

2.2 Änderung des Förderzinses für die inländische Öl- und Gasförderung In Österreich werden  etwa 10% des Bedarfs an Öl und Gas aus inländischen Lagerstätten gedeckt. Eigentümer dieser   Lagerstätten  ist die Republik. Sie vergibt  Förderrechte an Firmen, die im Inland Öl und Gas fördern. Die Konsumenten kaufen das im Inland kostengünstig erzeugte Öl und Gas zu den hohen  Weltmarktpreisen. Dadurch wird die inländische Produktion mit steigenden Ölpreisen immer profitabler. Innerhalb von sieben Jahren stieg ihr  Wert   um etwa 400 Mio. Euro. Von diesen Windfallprofits, die  dem Staat als Eigentümer zustehen, verschenkt dieser mehr als 300 Mio. Euro jährlich an eine kleine Zahl von Firmen. Dieses System ist ungerecht. Diese Zusatzerlöse sollten nicht an einige Firmen abgetreten  sondern als Hilfe für Familien und Haushalte bei der Umstellung auf erneuerbare Wärmesysteme verwendet werden!

Weitere Informationen:

  • Faktenblatt Förderzins – inländische Öl- und Gasförderung.
  • Positionspapier: fünf Argumente für die Anhebung des Förderzinses

2.3 Protest gegen  neue Gaskraftwerke
ENERGYPEACE protestiert gegen die Errichtung weiterer Gaskraftwerke wie jenem in Klagenfurt aus folgenden Gründen:

  • Kein Bedarf:  durch den raschen Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung werden weitere Gaskraftwerke  für die Inlandversorgung nicht mehr benötigt, noch dazu, wo ohnehin in Mellach, Steiermark gerade ein Werk mit 800 MW Leistung in Betrieb geht, das jährlich je nach Betriebsdauer 3  bis 6 Milliarden Kilowattstunden Stromerzeugen kann, fast 10% des Gesamtbedarfs Österreichs!
  • Im krassen Widerspruch zu den  Vorgaben der Klimapolitik. Im Sinne der globalen Solidarität  im Kampf gegen die Erderwärmung soll Österreich seine C02 Emissionen von derzeit 68 Mio.t. bis 2040 Jahr für Jahr  um 2 Mio. t  senken, Demgegenüber blast ein Werk wie Mellach zusätzlich pro Jahr 1 bis 2 Mio. t. C02, je nach Betriebstunden in die Luft.
  • Wirtschaftlich uninteressant: verschiedene Untersuchungen zeigen, dass Gaskraftwerke wirtschaftliche Verluste bringen
  • Im Widerspruch zu den Regierungsbeschlüssen: Gaskraftwerke erhöhen die Abhängigkeit der Energieversorgung vom Ausland und verhindern das Erreichen der von der Regierung beschlossenen Autarkie!

Weitere führende Information: Zeitungsartikel