Presseaussendung: Österreich braucht dringend eine wirksame Klima- und Energiestrategie!

Paris ohne Echo – Treibhausgas-Emissionen steigen weiter
ENERGYPEACE präsentiert zukunftsweisende Klima- und Energiestrategie                

Seit der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wird eine neue Klima- und Energiestrategie für Österreich angekündigt. Seither ist viel wertvolle Zeit ungenutzt verstrichen. Die Emissionen sind nicht – wie dringend erforderlich – gesunken, sondern weiter gestiegen.

Das Netzwerk ENERGYPEACE hat nun in Kooperation mit Experten aus den betroffenen Fachgebieten eine solche Strategie ausgearbeitet. Als Vorbild dienten Strategiekonzepte aus der Wirtschaft mit klaren Zielen, Umsetzungsplänen und Verantwortlichkeiten.

Dazu Bioenergiepionier Karl Totter, Mureck: „Wir folgen einer klaren Vision:

  • Neue Arbeitsplätze durch einen Investitionsboom in einem nachhaltigen Energiesystem;
  • Milliarden Euro, die bisher ins Ausland für Energieimporte fließen, sollen im Inland bleiben und dem Ankauf heimischer Energien dienen;
  • die Sicherheit der Energieversorgung muss verbessert und der Klimawandel gebremst werden.“

Das erklärte Ziel: Alle Aktivitäten werden in diesem Konzept einem Ziel untergeordnet: die CO2-Emissionen jährlich um 3 Mio t zu senken.

Heinz Kopetz, langjähriger Präsident des Welt-Biomasseverbandes, betont: „Um dieses Ziel zu erreichen, sind zwei Leitmaßnahmen unabdingbar.

Diese sind:

  • Ein Steuerumbau mit deutlicher Entlastung für Haushalte und Wirtschaft und zur Finanzierung eine höhere Belastung fossiler Emissionen.
  • Ein rascher Ausbau der Stromerzeugung aus Photovoltaik (PV), Wind, Wasserkraft und Bioenergie/Biogas, um binnen zehn Jahren zusätzlich 33 Milliarden kWh aus diesen erneuerbaren heimischen Energien zu gewinnen.“

Umweltschutz-Unternehmer Erwin Stubenschrott fügt hinzu:

Es wäre zu wenig nur auf die Elektrizität zu schauen. Die Strategie ist umfassend ausgearbeitet und definiert 12 Aktionsfelder mit Verantwortlichkeiten und klaren Subzielen:

  • Ein ein stetes Wachstum der E-Mobilität um 40 % pro Jahr auf 800 000 E-Autos bis 2030;
  • den jährlichen Rückbau von über 100.000 Öl- und Gasheizungen zu Heizsystemen mit erneuerbaren Brennstoffen;
  • klare Zielvorgaben für die Beschleunigung der Wärmedämmung;
  • eine Effizienzinitiative;
  • die Einführung von E10 als Treibstoff für Benzinautos usw.

„Es geht darum, in allen Bereichen importierte fossile Energien zu ersetzen – durch bessere Effizienz, durch Sparen, durch heimische erneuerbare Energien und auf diese Weise den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle bis 2030 zu halbieren.“

Sachprogramme für Schlüsselbereiche

Für die entscheidenden Sektoren wie Verkehr, Stromerzeugung, Raumwärme, Industrie und Landwirtschaft sind Sachprogramme ausgearbeitet, mit deren Hilfe die notwendige CO2-Reduktion in diesen Bereichen sichergestellt werden kann.“ Entscheidend für den Erfolg sei die Koordination und das Monitoring durch das Bundeskanzleramt.

Bei Nichthandeln drohen enorme Gefahren

Allen Skeptikern, denen die Vorschläge zu weit gehen, soll bewusst gemacht werden, was es bedeutet, nicht sehr rasch zu handeln:

  • Die Abhängigkeit von Importen nimmt zu – bei Gas aktuell über 85 %, Tendenz steigend;
  • Arbeitsplätze in der Industrie im Inland gehen verloren, weil immer mehr Geld für Energieimporte (Öl, Gas, Strom, Kohle) ins Ausland fließt, statt in die Entwicklung und Produktion von Technologie zur sinnvollen Nutzung erneuerbarer Energie;
  • Die Sicherheit der Energieversorgung geht zurück. Wenn die Wärmeversorgung großer Städte und die Stromerzeugung im Winter überwiegend von Gasimporten abhängen, könnte eine Lieferunterbrechung von einigen Wochen katastrophale Auswirkungen haben
  • Blockade der Erneuerbaren: Wenn fossile Energie noch einige Jahre so billig bleibt, werden Milliarden Euro in fossile Strukturen investiert, die den Umstieg auf erneuerbare Energie blockieren;
  • Preisanstieg gefährdet sozialen Frieden: Sollte es später zu einem Preisanstieg kommen, dann sind die Kunden der fossilen Energien wie in einem Netz gefangen und müssen zahlen mit großen Härten für sozial Schwache, die dann nach Subventionen für fossile Energie rufen!

Das sollten wir uns ersparen! Deswegen betont die Strategie die Chancen Österreichs.

Die Chancen Österreichs

Österreich ist ein von der Natur reich beschenktes Land. Dazu kommt die Sonne, die laufend mehr als 100 mal so viel Energie auf unser Land einstrahlt, als tatsächlich benötigt wird. Mit den hoch entwickelten Technologien von heute wie PV-Anlagen, Windturbinen, Wasserkraftwerken oder Bioenergie-Systemen könnten wir mit Sonnenenergie unseren gesamten Energiebedarf decken.

Doch was machen wir bis jetzt? Wir bleiben verstrickt in alten Systemen und Vorstellungen. Jährlich zahlen wir 10 bis 15 Milliarden Euro für Importe von Kohle, schmutzigem Öl und gefährlichem Gas. Wir unterstützen mit diesen Milliarden Länder, die dieses Geld zur Finanzierung von Kriegen oder der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung verwenden und zerstören neben bei auch das Klima. Ist das nicht völlig verrückt? Sollten wir das nicht ändern? Ja, natürlich! Aber wie?

Auf diese Frage gibt die Klima- und Energiestrategie von ENERGYPEACE eine klare Antwort. Sie zeigt den Weg auf zu einem neuen, nachhaltigen Energiesystem getragen von heimischen, erneuerbaren Energiequellen.

Rückfragen:

Dr. Heinz Kopetz                Tel: 0660 71 32 384         E-Mail: heinz.kopetzgmx.at
ÖK. Rat Karl Totter           Tel: 0664 42 07 935         E-Mail: karl.totter@sebamureck.at

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