Neue Arbeitsplätze und wirksamer Klimaschutz in Österreich

1 Das Netzwerk „Arbeitsplätze durch Klimaschutz“:
Das Netzwerk „Arbeitsplätze durch Klimaschutz“ bildet sich aus Personen, Vereinen, Organisationen, Firmen, die in Österreich einen konstruktiven Beitrag zur Reduktion der Arbeitslosigkeit und zu einer wirksamen Klimaschutzpolitik leisten wollen. Jeder, der mitmachen will und laufende Informationen erhalten will, kann sich über ein Email bei der Adresse E:jobsdurchklimaschutz@gmail.com anmelden.

2 Die Arbeitslosigkeit:
Die Arbeitslosigkeit in Österreich nimmt seit Jahren zu – und dies trotz seit einem Jahr fallender Ölpreise. Dies hat verschiedene Gründe. Ein Grund liegt in der tiefgreifenden Umstrukturierung der Arbeitswelt durch die Informationstechnologie. Die Automatisierung von Abläufen, laufende technologische Fortschritte setzen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, im Gewerbe, in der Industrie und im Servicebereich frei. Nur Länder, die diese Umgestaltung aktiv mitgestalten durch Innovation, durch Startups, durch die Förderung und Erleichterung von Firmengründungen können Vorteile aus dieser Entwicklung ziehen. Eine exzellente naturwissenschaftliche Ausbildung der jungen Generation ist dazu eine der Voraussetzungen.

3 Der Klimawandel:
Der vom Menschen verursachte Klimawandel wird immer mehr zur Realität. Das bestätigen nicht nur die Messungen der Wissenschaft sondern auch die Meldungen der letzten Monate aus fast allen Teilen der Welt. Der Hauptgrund für den Klimawandel sind die hohen und bisher weltweit immer noch steigenden CO2 Emissionen aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Durch den Verfall der Kohle-, Öl- und bald auch der Gaspreise wird die Tendenz zu weiter hohen CO2 Emissionen verstärkt. Bei Beibehalten einer neoliberalen Wirtschaftspolitik und dem Ignorieren des Klimawandels wird die Wahrscheinlichkeit eines Klimadesasters noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts immer größer.

4 Die Verantwortung der Nationalstaaten
Im Dezember wird in Paris eine wichtige Klimakonferenz stattfinden. Der Erfolg der Konferenz wird davon abhängen, wie weit die teilnehmenden Länder bereit sind auf freiwilliger Basis ihre Emissionen so stark zu senken wie dies aus naturwissenschaftlichen Gründen notwendig ist. Es gibt keine Weltinstanz, die Ländern verbindlich unter Strafandrohung vorschreiben kann, wie stark sie ihre Emissionen reduzieren müssen, denn alle Beschlüsse bei diesen Konferenzen erfolgen einstimmig. Einige Länder wie Frankreich, England, Schweden, Dänemark haben schon entsprechende nationale Vorgaben beschlossen.

5 Die Situation in Österreich
Diese Thematik ist auch für Österreich von höchster Aktualität. Die Klimawissenschaft hat das Konzept des Kohlenstoffbudgets entwickelt. Dieses besagt, dass eine mäßige Veränderung des Klimas in diesem Jahrhundert nur erreicht werden kann, wenn insgesamt in der Periode von 2013 bis 2100 nicht mehr als 1,6 Tonnen CO2 je Kopf und Jahr emittiert werden, wobei eine Schwankungsbreite dieses Wertes von 50% eingeräumt wird. Im Vergleich dazu lagen die CO2 Emissionen in Österreich im Jahre 2012 in der Höhe von 8 Tonnen. Daher braucht Österreich eine neu Klima- und Energiestrategie, die sicherstellt, dass bis 2030 die CO2 Emissionen auf unter 4 Tonnen je Kopf sinken. Dazu ist es erforderlich, dass die Wärme- und Stromversorgung bis dahin weitgehend ohne fossile Energien erfolgt.

7 Die große Chance: neue Arbeitsplätze durch den Umbau des Energiesystems
Die Klimakrise bietet eine große Chance: Der rasche Umbau des Energiesystems von fossilen zu erneuerbaren Quellen und verbesserter Effizienz geschieht nicht von selbst sondern erfordert viele Arbeitskräfte. Denn es müssen hunderttausende neue Heizsysteme basierend auf erneuerbaren Energiequellen produziert und installiert werden, hunderttausende Photovoltaik Anlagen errichtet, zahlreiche neue Windräder aufgestellt, Wasserkraftwerke gebaut, Häuser isoliert, neue Steuerungsgeräte entwickelt und eingebaut, Energiespeicher hergestellt, eine neue Infrastruktur für die E-Mobilität erstellt werden usw. Der Staat muss stabile Rahmenbedingungen schaffen, damit die private Wirtschaft in diese neue Energiewelt investiert. Nach diesem Umbau wird die Energieversorgung inländisch, erneuerbar, klimaverträglich, krisensicher und billiger sein als in der Vergangenheit. Diese Herausforderung sollten wir aufgreifen und die fossilen Energien dort belassen, wo sie seit Millionen Jahren waren: in der Erde!

8 neue Arbeitsplätze durch Informationstechnologie
Ähnlich große Chancen bietet der forcierte Ausbau der Informationstechnik durch Innovation und Firmengründungen mit dem Ziel, dass wir nicht nur Technologie zukaufen sondern selbst entwickeln und exportieren. Der Aufbau eines erneuerbaren Energiesystems erfordert zahlreiche neue Entwicklungen zur Steuerung, die Österreich einen Vorsprung auf diesem Gebiet sichern könnten. Die Forcierung der Informationstechnologie und der Umstieg auf erneuerbare Energien müssen Hand in Hand gehen, um ein Maximum an neuen Arbeitsplätzen zu schaffen.

9 Die Leitmaßnahmen
Viele Aktivitäten sind notwendig um diese neue Herausforderung zu meistern. Doch es gibt einige wenige Leitmaßnahmen, deren Umsetzung die Voraussetzung für den erfolgreichen Start in eine neue Energiezukunft und Investitionswelle sind. Diese Leitmaßnahmen sind:

  • Klare Regierungsziele bis 2030
  • Eine Klimaschutzabgabe beschlossen innerhalb der kommenden Monate
  • Ein Verbot der Installation neuer Ölkesseln als Signal für die neue Zielsetzung
  • Diese Maßnahmen sind in weiteren Papieren des Netzwerkes näher beschrieben.

10 Einladung zur Mitwirkung
Jede und jeder, der diese Anliegen aktiv unterstützen will, ob Einzelperson, Betrieb, Organisation, sind eingeladen als Netzwerkspartner diese Bewegung zu unterstützen. Wir ersuchen Sie, sich einfach per email bei jobsdurchklimaschutz@gmail.com anzumelden!

PDF: Aufruf an die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung

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